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Dr. Stephanie-Gerrit Bruer hatte sichtlich Freude an der Taufe. Schon als der erste ICE, der in Stendal hielt, Winckelmanns Namen bekam, war sie dabei.

Stendal - Von Thomas Pusch. „Darüber hätte sich Johann Joachim Winckelmann bestimmt gefreut“, sagte Dr. Stephanie-Gerrit Bruer. Die Direktorin des Winckelmann-Museums meinte damit einerseits, dass ein moderner Doppelstockzug der DB Regio auf den Namen des wohl größten Sohnes Stendals getauft wurde, andererseits dass er auf der Strecke nach Halle verkehrt.

Schließlich habe Winckelmann dort studiert und müsste nicht mehr die komplizierten Postkutschenverbindungen nutzen. Bruer ist eine recht erfahrene Taufpatin, schon 1998 taufte sie einen ICE ebenfalls auf den Namen Winckelmanns.  Es ist auch nicht irgendein Zug, der mit dem Schriftzug des Begründers der modernen Archäologie von der Saalestadt über Köthen und Magdeburg nach Stendal und weiter über Salzwedel nach Uelzen fährt. Er gehört zu der Reihe der sechs neuen Fahrzeuge, mit denen der Nahverkehr noch attraktiver gemacht werden soll.

Die neuen Züge sind klimatisiert und fahren bis zu 160 Stundenkilometer schnell. Zur Ausstattung gehören unter anderem breite bequeme Sitzplätze, viel Beinfreiheit und Klimaanlage. Zahlreiche Gäste der Taufe waren auch von der Deckenbeleuchtung beeindruckt. „Das ist ja wie im Flugzeug“, bemerkte ein Herr.

„Ich hoffe, dass nicht nur heute so viel Interesse an der Bahn bestehen wird“, meinte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre. Winckelmann sei viel gereist und reisen sei ja auch gut. „Und dann eben nicht immer mit der Kutsche“, riet der Minister dazu, das Auto stehen zu lassen. Und gab sich weiterhin humorvoll: „Ich sehe hier so viele Landtagsabgeordnete, irgendwas muss los sein.“ Seite 9

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