Stadt setzt auf umfassende Sanierung ab 2018 / Hoffnung auf Fördermittel

Schadewachten bald Prachtstraße?

+
Dem Schadewachten könnte mit einer Straßensanierung, einer Verjüngung der Bäume, neuen Parkflächen und Ruhezonen am Straßenrand zu neuem Glanz verholfen werden.

Stendal. Was früher eine Art Stendaler Prachtboulevard war, ist heute eher unansehnlich: der Schadewachten. Aber: Er soll wieder schön werden. Das ist das erklärte Ziel der Stadt.

In diesem Jahr sollen Fördermittel beantragt werden, um die Straße in den Jahren 2018/19 wieder zu altem Glanz zu bringen.

Die Stadt hat für die kommenden Jahre einige Sanierungsprojekte auf der Tagesordnung. Kernstück wird aber der Straßenzug sein, der ein etwas zerzaustes Schattendasein zwischen Innenstadt und Bahnhofsviertel führt. Viele Häuser im Schadewachten sind baufällig. In den vergangenen Jahren gab es nur vereinzelte Sanierungen.

Klaus Ortmann, Sprecher der Stadt, schildert auf AZ-Anfrage, dass ähnlich wie in der Bahnhofstraße oder am Markt die Straße aufgerissen werden soll, um die Kanalisation zu erneuern. Weitere Punkte: die zu groß gewachsenen Bäume mit jüngeren Gewächsen ersetzen; Parkflächen neu gestalten; Ruhebereiche am Straßenrand schaffen.

Ob und wie das schaffbar ist, hängt an der Finanzierung: In diesem Jahr soll ein Förderantrag für das Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ eingereicht werden. Ob das klappt, steht nicht fest, auch der Stadtrat wird da sein Wörtchen mitreden. „Wir sind aber guter Hoffnung“, so Ortmann, „dass wir das Projekt in diesem Jahr auf den Weg bringen.“

Ein weiterer Effekt, auf den man in der Stadt hofft, ist, dass mit einer Sanierung der Straße auch die anliegenden Hausbesitzer ihre zum Teil heruntergekommenen Gebäude erneuern. Das sei auch in der sanierten Bahnhofstraße zu beobachten. „Hausbesitzer fühlen sich dann angestoßen, etwas neu zu machen“, meint Klaus Ortmann.

Bewohner und Unternehmer des Schadewachtens blicken laut einer kleinen Umfrage der AZ optimistisch auf die Pläne der Stadt. Eine Baustelle enge zwar die Räume für Anwohner oder Kunden ein – aber Laufkundschaft gibt es im Schadewachten ohnehin kaum, dort sind hauptsächlich Versicherungsbüros ansässig, die Terminkundschaft oder Stammkunden haben. Kaufleute gibt es nur wenige im Stendaler Schadewachten – bisher jedenfalls.

Von Kai Hasse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare