Neue Fassade und „grünes Klassenzimmer“ für 800.000 Euro

Komarow-Sekundarschule: Sanierung soll dieses Jahr beginnen

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Das Hauptaugenmerk des Bauvorhabens liegt auf der Sanierung der Gebäude-Fassade. Insgesamt 800 000 Euro sind verfügbar, am 28. April entscheidet der Kreistag darüber.

Stendal. Die Sekundarschule „Wladimir Komarow“ könnte sich in der nahen Zukunft in einem energetisch sanierten Gewand präsentieren. Grund dafür ist eine veranschlagte Maßnahme aus dem Förderprogramm „Stark V“.

Einer Beschlussvorlage des Landkreises zufolge soll in erster Linie die Fassade saniert und mit einer besseren Wärmedämmung versehen werden. „Das finden wir auch sehr gut“, so der stellvertretende Schulleiter Peter Strittmatter im AZ-Gespräch. Rund 800.000 Euro sind für das Bauvorhaben veranschlagt.

Die Toilettenräume im dritten Stock der Komarow-Sekundarschule sind bereits saniert (l.), Peter Strittmatter hofft, dass die übrigen sanitären Anlagen (r.) auch bald instandgesetzt werden.

Neben der Fassade berichtet Strittmatter von einem anderen Projekt im Schulgebäude, einem „grünen Klassenzimmer“. „Im Untergeschoss befindet sich momentan ein Mehrzweckraum, eine Art Aula“, so der Konrektor, „diese soll im Zuge des Bauvorhabens einen direkten Zugang nach draußen bekommen.“ Der Aufbau über Treppenstufen ins Freie sei ähnlich wie in einem Amphitheater. „Seitens des Hochbauamtes und Gebäudemanagements des Landkreises wird in dieser Woche die Vorentwurfsplanung abgeschlossen“, berichtet Edgar Kraul, Sprecher des Landkreises, auf AZ-Anfrage. Was die Planungsleistungen betrifft, so sei eine entsprechende Ausschreibung bereits erfolgt. Bis die konkreten Bauleistungen ausgeschrieben werden können, müssen jedoch noch zwei wichtige Entscheidungen getroffen werden. „Die Bauleistungen werden ausgeschrieben, wenn demnächst der verbindliche Förderbescheid der Investitionsbank Sachsen-Anhalt vorliegt“, berichtet Kraul.

Peter Strittmatter indes wartet auf den 28. April. „Dann tagt der Kreistag und die entsprechenden Beschlüsse werden erst dann bestätigt. Bis dahin ist nichts entscheiden, aber wir sind zuversichtlich, dass es klappt“, so der stellvertretende Schulleiter. Folgt der Kreistag den Empfehlungen des Schul-, Sport- und Kulturausschusses, der sich Ende Februar ein Bild von den Zuständen in der Schule gemacht und sich für eine Sanierung ausgesprochen hat, könnte das Bauvorhaben noch in diesem Jahr beginnen. Bis 2018 soll die energetische Sanierung abgeschlossen sein, so Kraul.

Doch Strittmatter sieht innerhalb des Schulgebäudes noch weiteren Sanierungsbedarf. „Die Toilettenräume im dritten Stock wurden bereits saniert. Es wäre schön, wenn die übrigen auch in der nächsten Zeit gemacht würden.“ Auch der Zustand der Physik- und Chemieräume ist für den Pädagogen verbesserungswürdig. „Fachgerechter Unterricht ist hier kaum noch möglich“, so Strittmatter, der an der Komarow-Schule schon Physik unterrichtete.

Doch es gebe auch positive Dinge zu berichten. „Wir haben einen neuen Raum für Schüler mit Migrationshintergrund. Die hatten vorher ganz schlechte Bedingungen.“ Zwei schmale Räume wurden hierfür zusammengelegt. Der neu geschaffene Raum wird momentan mit Computern und einem entsprechenden Internetzugang ausgestattet.

„Durch die energetische Sanierung ändert sich für die Schüler in ihrem Alltag erstmal nichts, außer, dass sie in einem schöneren Gebäude zur Schule gehen können“, so Peter Strittmatter.

Von Mike Höpfner

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