Bürgerinitiative bringt nach RSA-Pflanzplan mehr als 60 junge Bäume in Bismarks Boden an der Büster Straße

Sanfter Protest mit Buchen und Eichen

Eine Tanne war der erste Baum, den Frank Roßband (v.r.), Reinhard Hupke und Johannes Forst in Bismark gepflanzt haben.

Bismark. Auch wenn es „nur“ etwas mehr als 60 Laub- und Nadelbäume waren, die Sonnabendvormittag an der Bismarker Zuchtviehhalle des Rinderzuchtverbandes Sachsen-Anhalts (RSA) gepflanzt wurden, stand den Mitglieder der Bürgerinitiative „Kein CO2--Endlager Altmark“ der Erfolg ins Gesicht geschrieben.

„Mit jedem Baum, den wir pflanzen und gepflanzt haben, kommen wir unserem Projekt ein Stück näher“, sagte BI-Mitglied Frank Roßband der AZ. „Wir wollen heute auf 600 Metern verschiedene Nadel- und Laubhölzer anpflanzen. Wenn noch Platz bleibt, können es bis zu 90 Bäume werden“, fügte er hinzu.

In den Bismarker Boden brachten die BI-Akteure eigenen Angaben zufolge Edeltannen, Korea-Tannen, Douglasien und Lerchen sowie aber auch Buchen, Eichen, Linden, Ahorn und Kastanien.

Die Pflanz- und Protestaktion der Bürgerinitiative war mit gut 20 Aktivisten aus der ganzen Altmark nach Bismark gekommen, um auch hier ein Zeichen gegen eine mögliche Kohlendioxid-Verpressung in der Region zu setzen. Auch wenn die Aktion relativ klein sei, mache Kleinvieh eben auch Mist, denn jeder Baum sei ein CO2-Speicher in der Natur.

Wie Roßband erläuterte, sollen in Maxdorf bei Salzwedel 100 000 Tonnen des Gases verpresst werden. Dieses Vorhaben habe die BI vorerst abwenden können, weswegen sie sich nun einer Sicherheit für die Zukunft zuwende, die ein CCS-Verbotsgesetz für Sachsen-Anhalt zum Ziel hat. Politiker der Grünen und Linken würden das Vorhaben auf breiter Ebene unterstützen, sagte das BI-Mitglied. Und auch die SPD sei der gleichen Ansicht.

Bei der Aktion am Bismarker RSA-Gelände handelte es sich um eine Erstbepflanzung der Freiflächen. Es sei stets entlang des Zauns im Abstand von zehn Metern ein Laubbaum im Wechsel mit einem Nadelbaum gepflanzt worden. Unterstützung fanden die Aktivisten bei RSA-Mitarbeiter Enrico Pieper, der einen Pflanzplan vorlegte. „Wir wollen mit unserer Pflanzaktion den Menschen zeigen, dass man auch seinen privaten Garten zur Verfügung stellen und Flächen aussuchen kann, wo noch Bäume gepflanzt werden können. Näheres über die BI gibt es im Internet:www.kein-co2-endlager-altmark.de

Von Maik Bock

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