Karnevalstänzer müssen akrobatisch sein: Heerener Verein fiebert Saisonstart entgegen

Salto mit Dreispitz und Petticoat

Trotz starker Konkurrenz haben die Karnevalstänzer des KTSV von einem Turnier fünf Medaillen in die Ostaltmark geholt. Wie ein Flickflack in Gardeuniform bühnenreif wird, zeigt die Truppe beim ersten Auftritt der neuen Saison in gut zwei Wochen.
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Trotz starker Konkurrenz haben die Karnevalstänzer des KTSV von einem Turnier fünf Medaillen in die Ostaltmark geholt. Wie ein Flickflack in Gardeuniform bühnenreif wird, zeigt die Truppe beim ersten Auftritt der neuen Saison in gut zwei Wochen.
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
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Stendal/Heeren. Tanzen können viele – doch Gardetanz ist eine ganz andere Hausnummer. Denn Salto und Flickflack sind das Metier von Tanzmariechen und ihren Kollegen, was angesichts der nahenden Frohsinnsaison auch im Karneval- und Tanzsportclub „Treuer Husar“ Heeren (KTSC) die Lust auf den Spaß wachsen lässt.

Mit Dreispitz-Hut, Perücke, Uniformjacke, Spitzenjabot, kurzem Röckchen, Petticoat, Strumpfhose sowie Spitzen- oder Rüschenunterhose und in schicken Tanzstiefeln wollen sich die Karnevalstänzerinnen von Vereinschefin Inga Braune ihrem Publikum wieder zeigen. Der Auftrittsdress gleicht vielfach traditionellen Gardeuniformen des 18. Jahrhunderts.

Mit zweimal Silber und einmal Bronze sind die Talente frisch von einem Turnier zurückgekehrt – und damit bestens gewappnet für den langersehnten Saisonauftakt in die närrische, sogenannte fünfte Saison. „Mit einer bunten Faschingsparty eröffnen sie die Karnevalssession 2018/2019, bevor sie am Sonntag, 11. November, den Rathausschlüssel vom Stendaler Oberbürgermeister Klaus Schmotz fordern werden“, wie KTSC-Pressesprecher Thomas Kipp ankündigt.

„Unser Faschingstanz ist etwas ganz Besonderes.“, macht der Verantwortliche neugierig. Grund sei, dass es im Programm außer der Moderation kein gesprochenes Wort gebe, sondern „nur Tanz“, wie der Klötzer versichert. Kipp war viele Jahre selbst tänzerisch aktiv und sei den meisten Stendalern als Treuer Husar – dem Wahrzeichen des Heerener Vereins – bekannt.

So wollen die organisierten Karnevalstänzer ein „Feuerwerk an Show- und Gardetänzen“ im Dorfgemeinschaftshaus des Stendaler Ortsteils „abbrennen“. Dem Publikum zeigen sich gleich vier Tanzmariechen und drei ganze Garden. Die Darbietungen sind in farbenprächtigen Kostümen zu bewundern, wobei die Akteure mit vollem Elan über die Bühne wirbeln wollen, um ihr Publikum zu begeistern.

„Egal, ob heiße Sambarhythmen, harter Rock oder dramatischer Contemporary – Tänze aller Genres haben die Karnevalisten parat“, betont der Sprecher. Dafür hätten die Vereinstänzer ein ganzes Jahr lang trainiert.

Bei dem Turnier, das die Truppe jüngst besucht hat, waren laut Kipp drei neue Tänze gezeigt worden. Trotz starker Konkurrenz konnten die Heerener fünf Medaillen in die Ostaltmark holen. Auf dieses Ergebnis sei dann auch KTSV-Präsidentin Inga Braune „unglaublich stolz“ gewesen. Den Erfolg führe die Vereinschefin auf das neu aufgestellte Trainerteam zurück, sagt Kipp.

So seien derzeit fünf junge Damen in den verschiedenen Altersklassen damit beschäftigt, an den Tänzen zu feilen und zu schleifen, bis wirklich auch der letzte Schritt sitzt.

Ihr Wissen geben die KTSV-Trainer auch in Workshops weiter, wie etwa im April bei einer zweitägigen Veranstaltung in der Turnhalle des Stendaler Winckelmann-Gymnasiums mit zwei Profi-Dozenten.

Von Antje Mahrhold

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