Treffpunkt für Alkoholkranke umgezogen / Möbellager bleibt

„Saftladen“ in Stendal stellt sich neu auf

+
Mitarbeiter des Internationalen Bundes Magdeburg und Vertreter des Landkreises und der Stadt schauen sich im Möbellager um. Das Angebot werde regelmäßig von Menschen, denen es nicht so gut geht, genutzt.

Stendal – Die Begegnungsstätte „Saftladen“ für alkoholkranke Menschen ist nach 25 Jahren von der Karl-Liebknecht-Straße in neue Räumlichkeiten in die Stendaler Stadtseeallee 95 gezogen. Der Saftladen ist eine Außenstelle des Internationalen Bundes (IB) in Magdeburg.

Der Internationale Bund ist mit seinen gemeinnützigen und gewerblichen Gesellschaften und Beteiligungen einer der großen deutschen Dienstleister in den Bereichen der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit.

Gerald Bache, Diplom-Sozialpädagoge beim Internationalen Bund, begrüßte Vertreter des Landkreises, der Hansestadt Stendal, Wegbegleiter sowie Unterstützer, Interessierte und Betroffene. Kleiner, feiner aber immer da für Hilfesuchende, vor allem an Geburtstagen, Feiertagen und auch an Silvester. Dies seien Tage, an denen die Versuchung, zur Flasche zu greifen, am höchsten sei. In der Begegnungsstätte lernen die Betroffenen, wieder nach einer Tagesstruktur zu leben, erfreuen sich an niedrigschwellige Angebote, wie Basteln, Malen oder arbeiten im Möbellager an der Käthe-Kollwitz-Straße Möbel auf.

Ein wichtiger Bestandteil sei auch die Suppenküche in der es täglich eine frisch gekochte Mahlzeit gebe. Auch das Domizil der Suppenküche gegenüber dem Möbellager wurde neu eingerichtet. Täglich treffen sich hier 15 bis 20 Männer und Frauen, um gemeinsam zu essen, aber auch um soziale Kontakte zu knüpfen. Das Team um Iris Reifke wird weiterhin für die Menschen da sein, sie auffangen sowie im täglichen Kampf gegen die Droge Alkohol unterstützen.

Die Krankheit stehe an dritter Stelle als Ursache für vorzeitiges Sterben nach Tabakkonsum und Bluthochdruck. Sie sei zudem die häufigste Todesursache bei jungen Männern in der Europäischen Union, hieß es. Nach den Grußworten vom Zweiten Beigeordneten des Landkreises, Sebastian Stoll, und dem Vize-Oberhaupt der Rolandstadt, Axel Kleefeldt, machten sich die Gäste auf zum Möbellager und zur Suppenküche. Die Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) stelle die Räumlichkeiten zur Verfügung und habe auch noch alles passgerecht gemacht, wurde gelobt.

VON UTE KRUG 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare