Landkreis begradigt Schwerlaster-Piste zum IGPA für 1,2 Millionen Euro

Rotierende Meißel killen gefährliche Spurrillen

800 Lkw pro Tag sind auf der Kreisstraße 1070 in Richtung Zellstoffwerk unterwegs. Wenn die Piste Ende Oktober rillenfrei ist, wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben´.
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800 Lkw pro Tag sind auf der Kreisstraße 1070 in Richtung Zellstoffwerk unterwegs. Wenn die Piste Ende Oktober rillenfrei ist, wird die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben.

Arneburg. Die gefährlichen Spurrinnen auf der Zubringerstraße zum Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) bei Arneburg knabbern voraussichtlich schon Ende nächster Woche turboflotte Meißel einer kraftstrotzenden Asphaltfräse von der schwerlastgeschädigten Oberfläche der vielbefahrenen Kreisstraße 1070.

Mindestens 800 Lastkraftwagen Tag für Tag passieren den insgesamt 2,1 Kilometer langen Streckenabschnitt, weiß Thomas Müller.

Offizieller Baustart ist bereits am kommenden Montag, 21. Juli, dem ersten Sommerferientag. Bis spätestens Ende Oktober soll die neue Straße dann komplett fertig sein. „Das ist ein Höhepunkt für uns“, beschreibt der Straßenbau-Sachgebietsleiter die Bedeutung des Bauvorhabens. Und nicht erst, seitdem auf der Strecke Tempo 70 gilt und „Spurrillen“-Zusatzwarnschilder Schlimmstes verhindern sollen, sei die Sanierungsbedürftigkeit der Straße ein Thema. „Es wurde lange darüber geredet“, sagt Müller. Mit rund 1,3 Millionen Euro Gesamtkosten sei der grundhafte Ausbau veranschlagt. Er ist wie geplant in den Etat des Landkreises Stendal eingestellt worden und auch nicht, wie einige meinten, verschoben worden.

An der vorhandenen Straßenbreite von 7,50 Metern ändere sich nichts, gibt der Sachgebietsleiter bekannt. Um das hohe Verkehrsaufkommen in Richtung Zellstoffwerk und Papierfabrik künftig aber rillenfreier zu stemmen, werde eine „ziemlich hohe Bauklasse“, heißt besonders lastaufnahmefähiges Material, aufgebracht. Gebaut werde aber immer nur halbseitig, betont Müller.

So wird auch nur halbseitig gesperrt, damit der Verkehr aus Richtung Stendal ab dem Abzweig Groß Ellingen auch während der Arbeiten weiter in Richtung IGPA fließen kann. Eine Umleitung in der Gegenrichtung dann über die Dörfer Hohenberg-Krusemark, Groß Ellingen und die Landesstraße 16 wird ausgeschildert, kündigt Edgar Kraul, Sprecher der Kreisverwaltung, der AZ an.

Von Antje Mahrhold

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