Für mehr als 50.000 Euro

Es rollt zur trendigen Skater-Stadt: Neue Elemente für Stendals Freizeitkomplex

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Der Großteil der Elemente des Skateparks ist in die Jahre gekommen und von Graffiti und Aufklebern gezeichnet.

Stendal – „Es sieht hier bald anders aus“, meint ein Junge. Zwei Mädchen glauben noch nicht so richtig daran. Doch ja, in den Skatepark an der Erich-Weinert-Straße kommt ordentlich Bewegung. Drei neue Elemente sollen aufgestellt und das Gelände umgebaut werden.

Der Bedarf an derartigen Anlagen sei seit den 1990er-Jahren stetig gewachsen, weiß Stadtsprecher Armin Fischbach.

Die älteren Teile sollen auch noch tragen.

Aus der Trendsportart habe sich eine etablierte Sportart entwickelt. Sowohl Skateboarden als auch BMX werden bei den Olympischen Spielen 2020 in Japan erstmals offiziell und richtig vertreten sein. „Es ist daher nur natürlich, dass diese auch im öffentlichen Raum mehr Beachtung finden als in der Vergangenheit.“

Der Umbau soll schon im August stattfinden, so ist es jedenfalls derzeit geplant. Von der Minipipe wird eine Rampe genutzt, der Rest kommt auf die Fläche gegenüber. Arbeiter positionieren die Betonelemente anders und bauen die Pyramide um.

Die drei zusätzlichen Elemente kosten circa 51 000 Euro. Wie die neuen Teile letztendlich aussehen, dazu geht Fischbach nicht weiter ins Detail. Auf jeden Fall fördere das Land die Erweiterung der Rollbrett-Anlage mit 21 500 Euro. In der Hansestadt Stendal gebe es keine andere Skateanlage und für die Zukunft seien auch erst einmal keine weiteren vorgesehen.

Einigen Platz für neue Elemente gibt es noch.

Der Skatepark nahe Neubaugebiet und Stadtsee wurde im Jahre 2010 eingerichtet. Auf eine rund 35 000 Euro teure Asphaltfläche kamen damals Elemente aus dem Jugendklub „Zenit“ und von der Anlage Gardelegener Straße. Später wurden zusätzliche Elemente wie Banks, Ramps, Rails und Tables angeschafft und es hat Umbauten gegeben. Die Ausstattung weise zwar bereits einige Abnutzungserscheinungen auf, sei aber noch in Ordnung und vor allem sicher, betont der Stadtsprecher gegenüber der AZ. Einige Teile seien bereits mehr als zwei Jahrzehnte alt. Der Skatepark ist Teil einer großen Freizeitanlage mit verschiedenen Ballsportangeboten und zusätzlichen Bewegungsbereichen.

„Problematisch ist, dass der Platz häufig stark vermüllt und auch immer wieder durch Vandalismus geprägt ist: Brandstellen, zerstörte Abfallbehälter, Glasbruch, beschädigte Geländer.“ Natürlich werde es dort auch laut, lauter als vielleicht anderswo in Stendal. Das Ordnungsamt habe ein Auge auf alles und laufe regelmäßig Streife.

Allerdings: „Bislang konnten weder Ordnungswidrigkeiten noch Straftaten konkret festgestellt werden.“ Die Fläche wird Fischbach zufolge täglich von Müll befreit. Graffiti würden nicht entfernt, anders wäre es bei jenen mit verfassungsfeindlichen Symbolen. Bei den Kontrollen zeige sich für die Stadt vor allem eines: Dass der Platz von jungen Leuten sehr gut angenommen wird.

VON MARCO HERTZFELD 

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