Rolandstadt zeigt Stadtwappen

Rot-weiße Flagge könnte bald dauerhaft am Stendaler Rathaus gehisst werden

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Die Stadtflagge könnte künftig dauerhaft vom Rathaus wehen. Der Stadtrat hat das letzte Wort.

Stendal. Sie ist rot-weiß gestreift, mittig mit dem Stadtwappen belegt und könnte künftig dauerhaft am Rolandstädter Rathaus gezeigt werden.

Als ein „wichtiges Instrument der Werbung, Repräsentation und Selbstdarstellung einer Kommune“, wie es in einer Beschlussvorlage der Stadt heißt, diene die Stadtflagge vor allem zur Identifikation der Bürger mit der Stadt.

„Im Grunde soll mit der Beschlussvorlage das Führen einer Flagge rechtlich abgesichert werden“, informiert Stadtsprecher Klaus Ortmann. Denn sie darf nicht einfach so aufgehangen werden. Vorher muss das Landesarchiv Sachsen-Anhalt seine Zustimmung zum Aussehen der Flagge geben. Für das Stadtwappen, das einen roten, golden bewehrten Adler und vier rautenförmige, grüne Steine zeigt, erfolgte die Genehmigung bereits im Juli 1995. Auch dem aktuellen Flaggenentwurf scheint seitens des Landesarchivs nichts im Wege zu stehen. „Der vorgelegte Entwurf der Flagge für die Hansestadt Stendal basiert auf dem genehmigten Wappen und erfüllt [...] die Anforderungen der Grundsätze für die Gestaltung von Flaggen“, so heißt es in einem Schreiben des Landesarchivs an die Stadtverwaltung vom 28. Januar 2016.

Die Beflaggung würde sich auch nicht auf das Stendaler Rathaus beschränken. „Nach Abschluss des Verfahrens können dann unsere Verwaltungsgebäude zu Anlässen die wir selbst bestimmen können, beflaggt werden“, teilt Ortmann auf AZ-Anfrage mit. Momentan wird die Flagge zu Werbezwecken, Festen oder Jubiläen gezeigt. Ob die Fahne künftig ständig oder weiterhin nur zu bestimmten Veranstaltungen gezeigt wird, „muss noch erörtert werden“, so Ortmann.

Die Fahnen, die bereits vorhanden sind, sollen auch im Falle eines erfolgreichen Verfahrens weiter genutzt werden. „Besteht zusätzlicher Bedarf, werden wir neue beschaffen“, stellt der Stadtsprecher klar. Das Anliegen wird erstmalig im städtischen Kultur-, Schul- und Sportausschuss diskutiert. Deren Mitglieder treffen sich am Dienstag, 26. April, im Kleinen Haus des Theaters der Altmark. Beginn ist um 17 Uhr, der Ausschuss tagt öffentlich. Auch der Stadtentwicklungsausschuss wird sich mit dieser Frage eingehend beschäftigen. Das letzte Wort hat – neben dem Landesarchiv – der Stadtrat. „Wir hoffen auf die Zustimmung des Stadtrates“, sagt Ortmann.

Von Mike Höpfner

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