Bibliothek, Museum sowie Kunst- und Musikschule öffnen ab 11. Mai

Rolandstadt kommt wieder in Fahrt

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Mit Körben, die nach der Benutzung desinfiziert werden, und einem Spuckschutz am Empfangstresen wird in der Stadtbibliothek am Mönchskirchhof für größtmögliche Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern gesorgt.

Stendal – Noch ist es nicht so weit. Aber wie die Stadt Stendal mitteilt, sind mit der fünften Eindämmungsverordnung des Landes die nach wie vor nötigen Kontaktbeschränkungen ein weiteres Mal gelockert worden.

Museen, Bibliotheken, Archive und Angebote öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen dürfen wieder öffnen, sofern vorgeschriebene Auflagen zu Hygiene, Teilnehmerzahl und Mindestabstand eingehalten werden.

Deshalb sollen die öffentlichen Einrichtungen der Hansestadt schnellstmöglich geöffnet werden, wozu die jeweiligen Gebäude entsprechend angepasst werden. Voraussichtlich können die Stadtbibliothek, das Altmärkische Museum sowie die Musik- und Kunstschule am Montag, 11. Mai, wieder öffnen.

Um die notwendigen Abstände gewährleisten zu können, werden maximal 15 Personen gleichzeitig in die Bibliothek gelassen, wie Bibliotheksleiterin Brigitte Schnellhardt erklärt. Die Zahl wird über 15 Körbe reguliert, die bei Verlassen wieder abgegeben und desinfiziert werden. Es gab jedoch noch mehr zu tun. Neben der Anpassung der Homepage, um auf die besonderen Umstände hinzuweisen, wurden auch Schutzwände aus Plexiglas am Em-pfangstresen aufgestellt, um Mitarbeiter und Besucher zu schützen. Ein Teil der Möbel wurde in den momentan ungenutzten Veranstaltungsraum gestellt, um die Abstände zu gewährleisten.

Um Menschenmengen und lange Wartezeiten zu vermeiden, werden Bürger gebeten, nicht ausschließlich zu den ersten Öffnungstagen zu kommen. Es wird aber auch um Rücksichtnahme der Besucher gebeten. Auch wenn es noch keine offizielle Begrenzung der Besuchszeit gibt, sollte der Aufenthalt so kurz wie möglich gestaltet werden. So können auch möglichst viele andere Personen die Bibliothek nutzen. Mahngebühren werden unabhängig vom Ausleihdatum frühestens ab dem 25. Mai erhoben. Eine vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb sei jedoch noch nicht möglich. Deshalb werden die Internetarbeitsplätze der Bibliothek vorerst nicht genutzt werden können.

Das Altmärkische Museum öffnet sowohl die Dauerausstellung als auch die derzeitige Sonderausstellung für seine Besucher. Der Montag bleibt jedoch der Ruhetag des Museums, weshalb es erst ab Dienstag, 12. Mai, wieder besucht werden kann. Am Kassenbereich wird die Einhaltung der maximalen Personenzahl kontrolliert. Um Wartezeiten zu vermeiden, können Bürger vorab das Museum unter Tel. (03931) 65 17 03 anrufen, um Gruppen anzukündigen.

Während die Musikschulen des Landes grundsätzlich noch nicht wiedereröffnet werden dürfen, ist der Einzel- und Kleingruppenunterricht für bis zu fünf Personen wieder gestattet. Die Musik- und Kunstschule der Hansestadt wird daher einige Instrumentalunterrichte ab kommender Woche wieder aufnehmen. Ausgenommen sind der Gesangsunterricht und der Unterricht für Blasinstrumente, da dabei das Infektionsrisiko höher ist. Da der Unterricht auch weiterhin vorrangig in Form digitaler Kommunikations- und Lernformen stattfinden soll, da die Erfahrungen diesbezüglich in den vergangenen Wochen positiv verliefen, wird die Musik- und Kunstschule ab sofort auf einen Mix aus digitalem und Präsenzunterricht setzen.

Aufgrund der momentanen Knappheit an Arbeitsschutzmitteln bestehe die Möglichkeit, dass notwendiges Material verspätet eintrifft. In diesem Fall könne es zu einer leichten Verzögerung der Wiedereröffnung kommen. Auf AZ-Nachfrage erklärte Armin Fischbach, Pressesprecher der Hansestadt, dass dies beim Öffnungsdatum 11. Mai im Hinterkopf behalten wurde und dieser Termin deswegen eine Reserve beinhalte.

VON STEFAN HARTMANN

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