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Stendal: Kraftakt für das Spektakel

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Von: Stefan Hartmann

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Mehrere Menschen singen gemeinsam. Im Vordergrund sitzt Robert Grzywotz und spielt Keyboard.
Gemeinsam mit dem Theaterpädagogen Robert Grzywotz (links) proben die Chorteilnehmer in der Aula der Ganztagsgrundschule an der Goethestraße. © Hartmann, Stefan

Mit rund zwei Jahren Verspätung soll „Roland rettet die Hanse“ im Juni aufgeführt werden. Seit einiger Zeit kann der Chor dafür wieder üben. Musikalisch steht soweit alles. Auf der Bühne müssen sich die Teilnehmer noch beweisen.

Stendal – Noch knapp zwei Monate hat der Theaterchor Zeit, um sich auf seinen großen Auftritt vorzubereiten. Ursprünglich hätte die Premiere von „Roland rettet die Hanse“ bereits 2020 stattfinden sollen, erinnert Theaterpädagoge Robert Grzywotz, der an der Regie des Stückes mitwirkt, auf AZ-Nachfrage. Wegen der Corona-Pandemie findet die Erstaufführung nun – sofern nichts mehr dazwischenkommt – am 11. Juni statt.

Mindestens aus einer Perspektive ist Grzywotz optimistisch. Bereits seit einiger Zeit kann der Chor proben. „Musikalisch sind wir vorbereitet“, erklärt er. Aber erst seit Montag befände sich das Stück in der wirklichen Probenphase, wie er es nennt. Ab diesem Moment treten die Haupt- und Laiendarsteller gemeinsam auf die Bühne, um dann an der Inszenierung des Stückes zu arbeiten. „Bisher haben wir nur musikalisch gearbeitet, damit die Songs laufen“, erläutert der leitende Theaterpädagoge.

Mit dem Chor und den vielen Darstellern sei es manchmal ein schwieriges, aber auch lustiges Unterfangen, so ein großes Spektakel zu stemmen. Schließlich sei es nicht einfach, so eine große Menge an Menschen auf der Bühne zu koordinieren, damit jeder im richtigen Moment richtig steht. „Damit beginnen wir jetzt. Wir haben zwei Monate Zeit“, freut sich Grzywotz sichtlich auf den anstehenden Kraftakt. Einen plötzlichen Krankheitsausfall könne man niemals verhindern, aber bei den Proben werde das Möglichste getan, damit die Treffen nicht zu einem Hotspot werden. „Wir haben uns nach dem 2G-plus-Modell getroffen“, sagt Grzywotz. Alle Chorteilnehmer seien geimpft oder genesen und zusätzlich getestet zu den Proben gekommen. Jetzt heiße es: Daumen drücken, damit das Team ohne größere Ausfälle bei Darstellern und Sängern weiter arbeiten kann. „Unser Sicherheitsnetz ist aufgespannt“, betont der Theaterpädagoge.

Die etwaigen Unannehmlichkeiten, die die Sicherheitsbestimmungen mitbringen, nehmen die Chorteilnehmer offenbar gerne auf sich. Es habe große Freude geherrscht, dass die Premiere wieder in greifbare Nähe gerückt ist, fasst Grzywotz die Stimmung zusammen. Deshalb seien auch viele der ehemaligen Chorsänger zurückgekehrt, um bei der Produktion mitzuwirken.

Sonderlich große Zugkraft auf Neusänger habe das Stück jedoch nicht entfalten können – im Gegensatz zu den Blues Brothers. Überraschend sei das aus mehreren Gründen nicht, sagt Grzywotz. Das Stück „Roland rettet die Hanse“ sei eben schon länger in Arbeit. Daher biete es wohl nicht den besten Startpunkt, um neu einzusteigen. Die Blues Brothers könnten da ganz anders ziehen. Möglicherweise liege es einfach nur an der Bekanntheit des Stücks. „Da sind viele Neue dabei. Es hat uns gefreut, als wir den Aufruf gestartet haben und so viele positive Zuschriften kamen.“

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