Grippe & Co. im Kommen

Robert-Koch-Institut schlägt wegen niedriger Impfquoten Alarm

mei Magdeburg / Altmark. Viele Menschen in der Altmark und im ganzen Land Sachsen-Anhalt haben sich noch nicht gegen die saisonale Influenza-Grippe impfen lassen, obwohl Oktober und November die besten Monate dafür sind.

Das Robert-Koch-Ins-titut spricht von einer „erschreckend großen Impflücke“ von bundesweit nahezu 70 Prozent, in Sachsen-Anhalt liegt sie bei 65 Prozent.

Auch bei anderen Infektionskrankheiten wie Tetanus (Wundstarrkrampf) oder Pertussis (Keuchhusten) seien die Impfquoten alamierend niedrig. Und nicht zuletzt mache auch der jüngste Masernausbruch mit Schwerpunkt in Berlin (fast 1300 Erkrankte von bundesweit rund 2600 Fällen) deutlich, dass es um den Impfschutz nicht zum Besten gestellt ist.

Im vergangenen Winterhalbjahr gab es laut Robert-Koch-Institut bundesweit 6,2 Millionen grippebedingte Arztbesuche und mindestens 31 000 Krankenhaus-Behandlungen. Die meisten Patienten verfügten über keinen aktuellen Impfschutz. „Das neblig-feuchte Herbstwetter dieser Tage sollte uns daran erinnern, schnellstmöglich eine Grippeschutzimpfung beim Hausarzt oder in speziellen Sprechstunden der Gesundheitsämter durchführen zu lassen“, rät Thomas Nawrath, Landespressesprecher der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt. Die Versorgung der Vertragsärzte in Sachsen-Anhalt mit Grippeimpfstoff sei über die Apotheken im Land sichergestellt.

„Selbst bei den besonders gefährdeten Altersgruppen ab 60 Jahren erreichen wir in Sachsen-Anhalt lediglich eine Quote von knapp über 50 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen sind es sogar unter 20 Prozent“, bilanziert der Kassen-Sprecher. Den meisten Menschen sei nicht bewusst, dass die Grippe jedes Jahr in Deutschland etwa 8000 bis 11 000 Todesfälle fordert.

Rubriklistenbild: © dpa

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