Autorin plant Fortsetzung, die im Sommer nächsten Jahres zu sehen sein soll

Ritter Roland kehrt nach Stendal zurück

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Autorin Aud Merkel arbeitet an einer Fortsetzung über das Theaterstück über den Ritter Roland. Sie soll im kommenden Jahr im Theater der Altmark zu sehen sein.

Stendal – Die Altmark, sie hat einige Hansestädte zu bieten, die diesen historischen Beinahmen des Handels mit Stolz wieder in der heutigen Zeit tragen. Ob Salzwedel, Werben oder auch Stendal - die Erinnerung an glorreiche Zeiten ist im Bewusstsein.

Der Handel mit Salz, mit Textil aus Flandern, mit Holz, Getreide, und auch Bier florierte in der Alten Mark.

Das nahm allerdings ein dramatisches Ende. Denn: Ende des 15. Jahrhunderts kam es zum sogenannten „Bierkrieg“. Dabei ging es ums Geld. Der Kurfürst der Mark Brandenburg, Johann Cicero, belegte das Bier mit einer Steuer. Die Altmärker, denen bis heute eine gewisse Sturheit nachgesagt wird, wollten den Preis nicht zahlen und zahlten einen hohen Preis. Der Kurfrist schmiss die Altmärker aus der Hanse – vorbei war die Blütezeit.

Soweit die historischen Fakten – nun zur teilweisen Fiktion, die die Altmärker hautnah erleben können. Mit Schild und Schwert wacht er über die Bürger seiner Stadt. „Ritter Roland“ hat in dieser Spielzeit am Theater der Altmark unter freiem Himmel seine dritte Premiere gefeiert. Auch diese ist wieder ausverkauft. Gerade weil die Gesichte um die historische Figur so beliebt bei den Stendalern ist, schreibt Autorin Aud Merkel an einem zweiten Teil. „Ritter Roland“ wird ein Nachspiel haben – im Sommer 2020.

Und da schließt sich der Kreis zur Geschichte der Hansestadt Stendal. Denn Roland wird – entgegen der wahren Begebenheit – als echter Held die Altmark retten – vor dem Rausschmiss aus der Hanse. Das ist die Grundidee für die Fortsetzung am Theater der Altmark, welche im kommenden Jahr aufgrund der erwarteten Sanierung des Theaters in den Klostergarten am Altmärkischen Museum ausgetragen werden soll.

100 Menschen wirken allein bei der aktuellen Produktion mit. Und auch im zweiten Teil sollen die Schauspieler, der Theaterchor und interessierte Altmärker gemeinsam eine spannende Heldengeschichte erzählen.

VON ALEXANDER KLOS

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