Angelika Erler sucht dringend Nachfolger für Organisatorisches

Rheumaliga vor dem Aus?

Angelika Erler möchte in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Sie sorgt sich jedoch um die Zukunft der Rheumaliga.
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Angelika Erler möchte in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Sie sorgt sich jedoch um die Zukunft der Rheumaliga.
  • VonCharlotta Spöring
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Stendal. Angelika Erler ist besorgt. Seit 2002 ist sie die gute Seele der Rheuma-Liga in Sachsen-Anhalts Norden und betreut Gruppen in Stendal, Havelberg, Osterburg und Salzwedel. Pünktlich zu ihrem 70.

Geburtstag im August möchte die Stendalerin in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen, sich ihrer Familie widmen. Doch es gibt ein Problem: „Wenn sich bis August kein Nachfolger findet, bedeutet das das Aus der Rheuma-Liga“.

Der Verein zählt aktuell 173 Mitglieder verschiedenen Alters, die sich regelmäßig austauschen und auch gemeinsam Sport machen. „Den Menschen hilft es zu wissen, dass sie nicht alleine sind“, erzählt Angelika Erler im AZ-Gespräch. Auch die Beratungsgespräche, die Erler wöchentlich anbietet, finden seit Jahren großen Anklang. Als Betroffene kann sie sich gut in die erkrankten Menschen hineinversetzten. Denn die 69-Jährige leidet selbst an Arthrose, eins von über 100 Gesichtern, das die Krankheit Rheuma haben kann.

Nicht nur die Betroffenen-Beratung übernahm Angelika Erler all die Jahre. Zu ihren Aufgaben gehörten die Mitgliederbetreuung und -koordinierung, die Beschaffung von Spenden- und Fördergeldern, Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr. „Auf keinen Fall soll das einer alleine machen“, lacht Erler, „das schafft ja keiner“. Bereits vor vier Jahren hatte sie ihren Rücktritt angekündigt. Auch Barbara Niebisch, Kassenwartin der Rheumaliga, scheidet in diesem Jahr aus Altersgründen aus. Um die Zukunft der Rheumaliga zu sichern und im Interesse der Erkrankten versucht Angelika Erler nun seit Jahren vergeblich, junge Menschen für die ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern. Denn ein festes Gehalt könne der Landesverband aus Mangel an finanziellen Mitteln nicht zahlen. Sie habe immer gerne für die Rheumaliga gearbeitet, erzählt die 69-Jährige. „Aber jetzt muss Schluss sein“.

Ihr Wunsch: „Es wäre großartig, wenn jemand bereit ist, die Aufgaben zu übernehmen“. Zu erreichen ist die Verantwortliche unter Tel. (03931) 49 22 15 sowie unter rheumaliga.stendal@yahoo.de

Von Charlotta Spöring

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