Open-Air-Spektakel im Klostergarten des Altmärkischen Museums in Stendal

Retter der Hanse: Theater der Altmark sucht Sänger und Statisten

Theater-Statisten in mittelalterlichen Gewandungen.
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Wie bereits bei dem ersten Teil der Stendaler Roland-Sage werden wieder zahlreiche Statisten benötigt, die das Stück mit Leben füllen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Quasi im Auftrag des Theaters der Altmark rettet Roland im kommenden Jahr die Hanse – so zumindest das Stück, das vorgeführt werden soll. Für das Open-Air-Spektakel werden noch zahlreiche Statisten und Sänger gesucht.

Stendal – Roland rettet die Hanse am 11. Juni 2022 – zumindest soll dann die Premiere des Stückes sein, erklärt Robert Grzywotz leitender Theaterpädagoge am Theater der Altmark, der an der Regie des Open-Air-Spektakels beteiligt ist. Ganz ohne Hilfe wird es Ritter Roland aber nicht schaffen. Deshalb sucht das Theater Statisten und Sänger für den Chor.

Mindestens einen erfahrenen Mitstreiter hat Roland schon: Rainer Jockel ist seit 12 Jahren Chorsänger und hatte seinen Einstand damals mit „My Fair Lady“. Er habe selbst erst mit Mitte 50 zu dieser „Wunderschönen Angelegenheit“ gefunden. „Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich eher hingegangen“, rät Jockel dazu, sich für den Gesang zu begeistern. Denn: „Es gibt keine schönere Freizeitgestaltung als Theater und Chor“, freut sich der Mann mit Bassstimme darauf, dass die Proben bald wieder durchstarten können.

Theaterpädagoge Robert Grzywotz (links) und Chorsänger Rainer Jockel freuen sich darauf, wieder gemeinsam proben zu können.

Ein erstes Treffen soll es bereits in einer Woche geben. Die Auftaktveranstaltung für Theaterchor und Statisterie ist am Mittwoch, 6. Oktober, von 17 bis 18 Uhr in der Ganztagsgrundschule Stendal an der Goethestraße. „Nicht singen können, darf keine Ausrede sein“, erklärt Jockel voller Vorfreude. Dafür gebe es mehrere Gründe. Einen wichtigen Anteil trage natürlich die professionelle Leitung, die den Laien zur Seite steht. „Das Singen ist machbar“, stimmt auch Grzywotz zu. Die ganz hohen und tiefen Töne würden vermieden, sodass auch Ungeübte alle treffen könnten. Damit auch das einwandfrei klappt, wird einmal pro Woche geübt. Der erste Termin schließt sich direkt an die Auftaktveranstaltung an und findet ab dann regelmäßig mittwochs von 18 bis 21 Uhr statt. Ab Ende Mai sollen die „Intensivproben“ dann im Klostergarten des Altmärkischen Museums stattfinden, wo auch das Stück aufgeführt wird. Das klinge zunächst nach viel Aufwand und den will Jockel auch nicht kleinreden. Aber die Freude darauf, das erprobte im Team anwenden und vorführen zu können stehe dann im Vordergrund, berichtet der Sänger von seinen Erfahrungen. Ein nicht zu unterschätzender Bonus sei es, hautnah dabei zu sein und zu erleben, wie die Profis im Theater arbeiten.

Ebenfalls gebraucht werden zahlreiche Statisten, die die Open-Air-Bühne mit Marktleuten, Händlern, Handwerkern, und vielem Mehr in mittelalterlicher Tracht füllen sollen. Die Proben dafür beginnen Ende Mai.

Das Stück spielt zur Zeit der Bier-Ziese 1488 verrät Grzywoth zur Handlung. Der zweite Teil der Rolandsage spielt damit rund 200 Jahre später als der vorherige. Ähnlich einem bekannten kleinen gallischen Dorf wehrt sich die Bürgerschaft gegen die Erhöhung der Biersteuer und ist dabei auf die Hilfe des Ritter Roland und Till Eulenspiegels, der ebenfalls wieder mit von der Partie ist, angewiesen. Wie genau das Stück aufgelöst wird, will der Theaterpädagoge jedoch noch nicht verraten. Es sei jedoch gesagt: „Es steht auf Messers Schneide.“

Für Proben und Auftaktveranstaltung gelten die 3G-Regeln. Interessierte jeglichen Geschlechts können einfach vorbeikommen. Wer sich gerne anmelden möchte, kann dies per E-Mail an theaterpaedagogik@tda-stendal.de machen. Zwingend notwendig sei dies für eine Teilnahme jedoch nicht.

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