Band mit Geschichte trifft ihre Altmärker Fans

Renft spielt auf TdA-Bühne

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Neue und alte Songs spielte die Band, die auf eine bewegte Geschichte zurückschauen kann – mit Auftrittsverboten, erzwungenen Auflösungen und wechselnder Besetzung. 

kr Stendal. Ihr goldenes, 50-jähriges Jubiläum feierte die Band „Renft“ am Wochenende auch mit ihren Stendaler Fans – die in den vergangenen Jahrzehnten keineswegs leiser geworden sind.

Mit Jubel und tosendem Applaus wurden Thomas „Monster“ Schoppe (Leadsänger), Marcus „Basskran“ Schloussen (Bass), Delle Kriese (Drums) und Gisbert „Pitti“ Piatkowski (Gitarre) im Großen Haus des Theaters der Altmark begrüßt.

Die vier Musiker – mittlerweile ohne ihren Gründer Klaus Jentzsch – spielten in der Rolandstadt alte sowie neue Songs. Im Anschluss konnten die Gäste dann noch im Fan-Shop stöbern, Autogrammkarten ergattern – und es gab auch das eine oder andere heute mögliche „Selfie“ mit den älteren Musikern zur Erinnerung.

„Renft“ hat eine bewegte Geschichte: Ursprünglich gegründet wurde sie 1958. Es gab Auftrittsverbote, eine Neugründung 1967 – und wegen des Verbots 1975 durch das DDR-Regime wurde die wilde Rockgruppe zur Legende. Die Klaus Renft Combo stammt aus Leipzig. Als eine der ersten Beat-Bands, dessen Sänger deutsch sangen, zählt sie zu den bekanntesten Bands der ehemaligen DDR. 2006 starb Gründer Jentzsch, der die Band nach dem Mädchennamen seiner Mutter benannt hatte. Anlässlich seines ersten Todestages wurde im Leipziger Stadtteil Möckern eine Straße in Renftstraße umbenannt. „Monster“ Thomas Schoppe formte 2007 die aktuelle Besetzung.

Der Ansturm der Fans ist und bleibt unverändert groß, wie man auch am Freitagabend miterleben durfte.

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