Urlauber verschieben Pläne auf 2021 / Bedingungen ändern sich täglich

Reiselust kommt nur langsam zurück

Lektüre gehört auch dazu: Jeden Tag überprüft Reiseverkehrskauffrau Roxana Albrecht in ihrem Reisebüro, welche Neuigkeiten und Änderungen es zum Reisen während der Corona-Krise gibt. 
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Lektüre gehört auch dazu: Jeden Tag überprüft Reiseverkehrskauffrau Roxana Albrecht in ihrem Reisebüro, welche Neuigkeiten und Änderungen es zum Reisen während der Corona-Krise gibt. 

Stendal – Seit mittlerweile einer Woche ist die allgemeine Reisewarnung des Bundes aufgehoben – das große Reisefieber sei jedoch noch nicht wieder ausgebrochen, wie Reiseverkehrskauffrau Roxana Albrecht berichtet.

Nach den ersten Corona-Einschränkungen kehrte schnell Ruhe in ihrem Reisebüro an der Industriestraße in Stendal ein. Telefonisch war sie, trotz Homeoffice, jedoch für ihre Kunden zu erreichen, wie Albrecht berichtet. „Das war eine deprimierende Zeit“, gibt sie zu. Während der ersten Wochen und Monate gab es schließlich nur ein Thema: Stornierungen.

Seit dem 2. Juni versucht Albrecht, auch wieder öfter vor Ort, ihre Kunden zu betreuen. Ein Teil der Arbeitszeit wird auch damit gefüllt, täglich auf den neusten Stand der Reisewarnungen und Regelungen zu kommen, um Kunden informieren zu können. „Wir haben gemerkt, dass die Leute wieder das persönliche Gespräch suchen“, erklärt sie. Und auch Neubuchungen gebe es mittlerweile wieder. Bei dem aktuellen Sommergeschäft sind die Menschen noch zurückhaltend, aber für 2021 sei das Interesse groß. Aber auch für das laufende Jahr gebe es noch Reisemöglichkeiten. Wie die Lage für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft aussehen werde, könne noch nicht gesagt werden. Aber bereits im Sommer locken einige Reiseanbieter mit besonderen Angeboten. „So eine leere Hauptsaison wird man wohl nie erleben“, schätzt Albrecht die Situation ein. Auch die Hotels vor Ort werden dann wohl besonders bemüht seien, einen guten Eindruck bei ihren wenigen Gästen zu hinterlassen.

Trotz dieser lockenden Aussicht nähmen nur wenige ihrer Kunden diese Möglichkeiten in Anspruch. Oft sei die Sorge zu groß, in einem fremden Land 14 Tage in Quarantäne verbringen zu müssen. Manche würden jedoch auch von der Aussicht abgeschreckt, für mehrere Stunden im Flieger einen Mund-Nasen-Schutz tragen zu müssen. Einige Reisende umgingen diese Probleme und entschieden sich für Heimaturlaub, wie Albrecht erklärt. „Die Ostsee und Familienparks sind momentan sehr beliebt.“ Der Großteil der Kunden sage seine Reise jedoch ab.

VON STEFAN HARTMANN

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