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Regionalsiegel vergeben: Erster Betrieb ist „echt Altmark“

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Von: Stefan Hartmann

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Carla Reckling-Kurz (v.l.) übergibt die erste Zertifizierungsurkunde für das Regionalsiegel an Elisabeth Stehwien und Katharina Isenthal von der Konditorei Stehwien.
Carla Reckling-Kurz (v.l.) übergibt die erste Zertifizierungsurkunde für das Regionalsiegel an Elisabeth Stehwien und Katharina Isenthal von der Konditorei Stehwien. © Hartmann, Stefan

Mit dem Regionalsiegel „echt Altmark“ sollen Produkte gestärkt und ihre Produzenten vernetzt werden. Zuerst zertifiziert wurde die Konditorei Stehwien, die auch die Tangermünder Nährstangen herstellt.

Stendal / Tangermünde – Das neue Regionalsiegel ist da und das erste altmärkische Unternehmen hat seine Zertifizierung erhalten. Die Konditorei Stehwien aus Tangermünde ist jetzt offiziell „echt Altmark“.

Eines der bekanntesten Produkte aus ihrem Sortiment steht wohl auch überregional für die Altmark: Die Tangermünder Nährstange. Seit den 80er-Jahren wird sie von Stehwien produziert. Aber sowohl Nährstange als auch Konditorei gibt es schon bedeutend länger. Deshalb sei das Unternehmen auch optimal, um als erstes die Zertifizierung zu erhalten, erklärt Carla Reckling-Kurz, Geschäftsführerin des Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverbandes (ART). Die Konditorei verbinde Tradition und Innovation und sei damit ein guter Vorzeigebetrieb für die Altmark. Auf der einen Seite stünden die traditionellen Nährstangen, die es mittlerweile auch in Kuchen- und Herzform zu kaufen gibt, aber auch die neuen veganen Schokoladen.

Elisabeth Stehwien, Vertrieb und Marketing, gehört zur fünften Generation, in der die Konditorei betrieben wird. Dass sie die Ersten sind, die das Regionalsiegel erhalten, mache sie stolz, erklärt sie auf AZ-Nachfrage. Davon erhoffe sie sich natürlich auch ein weiteres Bekanntwerden ihrer Produkte. Aber sie wolle auch, dass die Altmark noch bekannter wird. „Wir sind mit der Altmark verbunden“, erklärt sie.

Bisher sind drei altmärkische Betriebe für die Zertifizierung auserkoren. Neben der Konditorei Stehwien folgen heute und morgen die Betriebe „PureRaw“ aus Klötze und „Waldgourmet“ aus Jävenitz. „Es ist kein Bio-Siegel“, betont Reckling-Kurz. Derartige Zertifizierungen könne der ART auch nicht leisten. Bei dem Regionalsiegel gehe es stattdessen darum, Unternehmen, die in der Altmark ansässig sind, ihre Produkte in der Altmark herstellen und sich zur Region bekennen, sichtbar zu machen. Dabei sei das Projekt aber nicht auf Herstellungsbetriebe beschränkt. Möglich seien auch Angebote zur Freizeitgestaltung, über die man sagen kann „Das ist echt Altmark“, sagt Reckling-Kurz.

Um das Siegel bewerben können sich alle altmärkischen Unternehmen aus den Branchen Lebensmittel, Gastronomie und Hotellerie, Landwirtschaft, Ladengeschäft, Erlebnis-Anbieter und Kunsthandwerk. Wer sich noch im laufenden Jahr bewerbe, könne dabei einen Vorteil nutzen: Dank Fördermitteln sei die Zertifizierung und Nutzung des Siegels für das kommende Jahr kostenfrei. Bei einer Bewerbung ab 2023 werde eine Gebühr dafür fällig. Weitere Interessenten für das Siegel gebe es bereits, bestätigt die ART-Geschäftsführerin auf AZ-Nachfrage, ohne der Zertifizierung vorzugreifen. Es werde gehofft, das Siegel bis Ende des Jahres zehnmal verleihen zu können. Wenn es bis zu diesem Meilenstein jedoch ein halbes Jahr dauern sollte, schließlich haben Betriebe um Weihnachten viel zu tun, sei auch niemand traurig.

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