Automaten und Schilder fehlen noch / Stadt ermahnt Falschparker

Rathenower Straße: Unfrieden an frisch sanierter Strecke in Stendal

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Die Rathenower Straße im Nebel. Geisterparker hat die Stadt im Blick.

Stendal – An der sanierten Rathenower Straße, die noch ohne Parkuhren auskommen muss, gibt es Ärger. Bürger beschweren sich über Falschparker.

„Bereits mehrfach haben sich die Anwohner an uns gewandt, da regelmäßig ihre Einfahrt zugeparkt wurde und auch die Stellplätze für Menschen mit Behinderung permanent von Fahrzeugen ohne entsprechende Kennzeichnung genutzt werden“, gibt Rathaussprecher Armin Fischbach weiter.

Die entscheidende Botschaft: Abschleppwagen fahren auch dort und kurz vor Weihnachten. Die erneuerte Strecke nahe Einkaufsmeile und Theater ist erst vor wenigen Wochen wieder für den Verkehr freigegeben worden.

In einem Fall sei ein Anwohner sogar gezwungen gewesen, sich um 5 Uhr ein Taxi zu rufen, um zur Arbeit zu gelangen. „Es war ihm nicht möglich, mit seinem Fahrzeug sein Grundstück zu verlassen.“ Alle Verkehrsteilnehmer sollten unbedingt Rücksicht aufeinander nehmen und ausschließlich in den entsprechend gekennzeichneten Flächen der Rathenower Straße parken. „Unabhängig von den fehlenden Parkuhren und -schildern kann ein Fahrzeug abgeschleppt werden, wenn es in einem solchen Halteverbot vorgefunden wird“, formuliert Fischbach deutlich.

Seit 7. November fließt der Verkehr nach der Sanierung auf der Rathenower Straße wieder. Kostenpunkt für die Stadt: insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro. „Die verschiedensten Arbeiten wurden höchst professionell ausgeführt und lediglich die Parkuhren verspäten sich derzeit. Deshalb wurde entschieden, dass das Parken auf den dafür gekennzeichneten Flächen kostenfrei ist, bis Parkuhren und Parkschilder angebracht sind“, weiß der Stadtsprecher.

In der Stadtverwaltung scheint das Unverständnis groß. Noch einmal Fischbach: Während die meisten Fahrer die Übergangsregelung „wohlwollend zur Kenntnis“ genommen hätten und sich an Spielregeln und Straßenverkehrsordnung hielten, „haben Einzelne die zurückgefahrene Kontrollfrequenz unseres Ordnungsamtes ausgenutzt, um ohne Rücksicht auf Mitbürger ihr Fahrzeug abzustellen, wo es ihnen passt“.  tz

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