Landesfest: Innenstadt-Händler und lokale Wirtschaft sollen profitieren

Rathaus Stendal fehlt ein Ansprechpartner

Die Breite Straße am frühen Morgen. Allzu viel ist noch nicht los. Die Innenstadt-Händler dürften zum Landesfest hellwach sein wollen. Momentan fehle ihnen ein ordentliches Sprachrohr, heißt es aus dem Rathaus.
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Die Breite Straße am frühen Morgen. Allzu viel ist noch nicht los. Die Innenstadt-Händler dürften zum Landesfest hellwach sein wollen. Momentan fehle ihnen ein ordentliches Sprachrohr, heißt es aus dem Rathaus. 

Stendal – So mancher einheimische Unternehmer dürfte beim Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal mitmischen wollen. „Einen Innenstadtverein gibt es derzeit leider nicht mehr“, weiß Stadtsprecher Armin Fischbach nur zu gut.

Dabei dürfte doch die Festmeile nicht zuletzt die Breite Straße, die Einkaufsmeile der Hanse- und Rolandstadt, umfassen. Eines scheint klar: Ohne die Altstadt-Händler geht 2022 weniger. „Wir sind optimistisch, dass sich bei der weiteren Planung Ansprechpartner finden werden. Wir sind für alles offen.“.

1997 richtete Stendal das Landesfest schon einmal aus, damals sind offiziell gut 250. 000 Besucher gezählt worden. Auch 25 Jahre danach seien die Chancen groß. „Lokale Unternehmen bekommen die gute Gelegenheit, sich überregional bekanntzumachen und zu werben“, ist Fischbach überzeugt. Natürlich möchten sie auch Geld verdienen. Hotelbetreiber, Gastronomen, Handwerker und andere wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Wo die Stadt lenkt und festlegt, wird es Ausschreibungen geben.

Wie genau die lokale Wirtschaft eingebunden werden könnte, scheint im Rathaus noch nicht klar. „Da die Gesellschaft und auch das Eventmanagement seit unserem letzten Sachsen-Anhalt-Tag sich doch massiv gewandelt haben, ist hier noch kein Königsweg gefunden. Selbstverständlich ist die Hansestadt bestrebt, möglichst viele lokale Akteure an diesem Event zu beteiligen.“ Keine drei Jahre bis zur Großveranstaltung bleiben mehr Zeit. Das Landesfest 2022 findet sehr wahrscheinlich vom 1. bis 3. Juli statt.

Das genaue Datum scheint seit Anfang September gefunden, die AZ hat berichtet. Wie bei anderen Veranstaltungen auch werde es im Vorfeld Gespräche mit Hotelbetreibern, Gastronomen und Vertretern weiterer Sparten geben. Dass es für bestimmte Bereiche des Festes wie Schausteller und Imbiss bereits mindestens Absprachen mit den Großen der Szene gegeben hat, kann Fischbach auch auf Nachfrage nicht bestätigen. „Dieses Thema wurde bislang noch nicht betrachtet, da zunächst die Rahmenbedingungen mit dem Land geklärt werden mussten.“

Inwieweit Stendaler zum Zuge kommen, muss sich zeigen. Die Stadtverwaltung wolle sehr wohl „lokale Anbieter bei der Auswahl diverser Ausschreibungen“ berücksichtigen. „Wie aber auch bei anderen Ausschreibungen muss am Ende das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.“ Lokale Unternehmer könnten sich selbstverständlich auch als Sponsor aktiv an den Feierlichkeiten beteiligen. „Wie genau diese Beteiligung aussehen könnte, wird man in den nächsten Jahren sehen.“ Eine Menge Fragen scheint noch immer völlig offen.

Stendaler Unternehmer dürften natürlich von sich aus kreativ werden. Ein Bäcker könnte ein spezielles Brötchen anbieten, der Kunsthandwerker ein besonderes Schmuckstück zum Landesfest. „Solche Ideen wird man in entsprechenden Gesprächen mit der Wirtschaft gemeinsam erörtern“, kündigt Fischbach gegenüber der AZ schon einmal an. „Doch möchten wir jetzt schon jeden ermutigen, seine kreativen Ideen mit uns zu teilen.“ Bei Bedarf könnten erste Ideen auch gern an info@veranstaltungen-stendal.de geschickt werden.

1000 Jahre Stendal im Jahr 2022: Mit der Verschmelzung von Rolandfest, Stadtjubiläum und Landesfest werde für die Bürger alles größer ausfallen und schöner, glaubt der Rathaussprecher. „Wir hoffen, damit auch viele neue Aussteller und Standbetreiber in unsere Hansestadt locken zu können.“ Städte und Regionen aus ganz Sachsen-Anhalt präsentieren sich. „Die Stendaler erhalten folglich die Gelegenheit, Eindrücke aus den verschiedensten Ecken des Landes zu erhalten, ohne diese alle selbst bereisen zu müssen.“

VON MARCO HERTZFELD

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