FDP-Politiker Marcus Faber fordert Abschaffung

„Die Rasseliste gehört gestrichen“

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Ein Staffordshire-Bullterrier – in Sachsen-Anhalt als „gefährlich“ eingestuft. Thüringen hat die Rasseliste abgeschafft, Sachsen-Anhalt sollte das auch tun, fordert Marcus Faber.

mei Stendal / Berlin. Die Rasseliste für Hunde gehört gestrichen, findet der Stendaler FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber. Es müsse der Hund und nicht die Rasse beurteilt werden. Deshalb fordert Faber die Abschaffung der in Sachsen-Anhalt geltenden Rasseliste für Hunde. 

Hintergrund: Die sogenannte Rasseliste regelt, dass Hundebesitzer bestimmte Rassen nicht züchten, vermehren oder mit ihnen Handel treiben dürfen. Das Verbot betrifft Pitbull- und American Staffordshire-Terrier sowie Staffordshire- und Bullterrier. Auch Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden sind verboten.

„Die in Sachsen-Anhalt als gefährlich eingestuften Hunderassen sind in anderen europäischen Ländern teilweise stark verbreitet und völlig unauffällig, was Beiß-Vorfälle angeht“, begründet Faber seine Forderung. Für die als „besonders gefährlich“ eingestuften Listenhunde sei das Tierheim in der Regel die Endstation in ihrem Leben, beklagt der Liberale. Zudem seien die Kommunen in der Pflicht, nach Rassen diskriminierende Hundesteuern zu überdenken. Faber verweist auf Thüringen, wo die Rasseliste vor wenigen Tagen abgeschafft wurde.

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