Rallye-Premiere führt auf Adelslinie und setzt mit Fähre über

Bismarck lenkt Oldtimerfreunde in Stendal

Oldtimerfan Michael Trösken zeigt ein Schild der Bismarck Classic 2021
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Oldtimerfreund Michael Trösken zeigt eines der Schilder für die Bismarck-Tour am 1. Mai, einem Feiertag. Wer die Nummer 66 ans Fahrzeug bekommt, wird sich zeigen.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Die Bismarck Classic soll am 1. Mai 2021 in Stendal starten. Die Oldtimerfreunde fahren Wirkungsstätten des Adelsgeschlechtes an und setzen dafür auch mit der Fähre über die Elbe.

Stendal – „Eine Rallye in dieser Form hatten wir vorher noch nie“, sagt Michael Trösken und ist Feuer und Flamme. Schon der Name „Von Bismarck Classic“ verspricht Liebhabern historischer Fahrzeuge einiges. Die Tour der Oldtimer soll in einem ersten Teil am 1. Mai durch Altmark und Elb-Havel-Winkel führen und dabei nicht zuletzt Lebensläufe des Adelsgeschlechtes im Blick haben. Dafür wollen die Stendaler und ihre Gäste auch mit zwei Fähren die Elbe überqueren. Gerade wegen dieser logistischen Herausforderung ist die Teilnehmerzahl auf 75 Fahrzeuge begrenzt, 30 Anmeldungen liegen bereits vor. Dass Corona den Motor abwürgen könnte, davon geht der 76-jährige Trösken derzeit nicht aus.

1. Mai soll doppelter Feiertag 2021 sein

Natürlich scheine am 1. Mai die Sonne und es sei nicht zu warm und nicht zu kalt. Selbstverständlich sei der Virus zu diesem Zeitpunkt bereits in die Schranken verwiesen. Und eine Freiluftveranstaltung wirke doch eh noch einmal ganz anders. Der Vorsitzende des Vereins Nordwall Classic Garage sieht bereits die edlen Fahrzeuge vor der Elbe glänzen. Trösken rechnet vor allem mit Teilnehmern aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der zweite Teil der Bismarck Classic soll im Jahr 2023 wohl in Richtung Tangerhütte und Briest sowie Burgstall führen. Rallyes eines großen Verkehrsklubs machten schon mehrmals in der Kreisstadt Stendal Station, der Verein saß bei der Organisation vorn.

Trösken: Corona darf Motor nicht abwürgen

Auf der Plakette für die Bismarck Classic stehen der Name des Vereins und das Konterfei des Reichskanzlers Otto von Bismarck, der in Schönhausen geboren wurde. Start der Rallye wird, wie schon üblich bei solchen Veranstaltungen, auf dem Marktplatz in Stendal sein. Es handelt sich diesmal um eine reine Pkw-Tour. Der Weg führt zunächst über die Elbbrücke bei Tangermünde und weiter bis nach Havelberg. Zurück über den Fluss nehmen die Autofreunde die Fähre oder besser zwei. Eine Gruppe setzt nach Räbel (Werben) über, die andere unten nach Büttnershof. Später am Tag werden Krevese und Döbbelin Pkw-Anfahrtspunkte sein. Es gibt überall die Stempel und natürlich sind auch Prüfungen vorgesehen.

Der Verein arbeitet seit 2012 und hat momentan gut 40 Mitglieder. Domizil ist eine frühere Husarenhalle am Nordwall, die eigens für Ausstellungen und weitere Vereinsarbeit umgebaut und renoviert wurde. Der Verein organisiert Oldtimertreffen und Ausfahrten in die Region, eine engere Kooperation besteht mit dem Landesfeuerwehrmuseum in Stendal. Vorsitzender Trösken, Vize Jörg Punzel und Mitstreiter setzen sich für Restaurierung und Erhalt historischer Fahrzeugtechnik ein und denken dabei auch an Jugendliche. Im nächsten Jahr richtet Stendal den Sachsen-Anhalt-Tag aus, der Verein will Flagge zeigen. Wer den Kontakt sucht, findet ihn über www.nordwall-classic.de.

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