Soziokulturelles Zentrum schnürt Bildungspakete „bärenstark“ und „Mensch“

Quicklebendige Ratgeber

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Spektakulärste Aktion in 2011 war der Legostadt-Aufbau, der Publikum auch aus anderen Stadtteilen anzog.

Stendal. Mit einem Ratgeber-Club startet das Soziokulturelle Zentrum des Vereins „Lebendige Steine“ ins neue Jahr.

Die christliche Kinder- und Jugendinitiative hat sich in Stendals einwohnerstärksten Wohngebiet Stadtsee mit dem Kidsclub und dem Jugendclub Eckstein einen Namen gemacht. Beide Treffs für den Nachwuchs des Stadtteils sind in einer ausgedienten Kindereinrichtung aus DDR-Zeiten untergebracht.

„An 281 Tagen war es uns möglich über 450 unterschiedliche Teilnehmer im Kids- und Jugendclub sowie auf unseren Freizeiten und Ausflügen zu begrüßen“, bilanziert Samuel Kloft das Jahr 2011. „So konnten wir über 10 000 Teilnehmer-Tage erreichen“, rechnet der Kinder- und Jugendreferent auf. Sein Team und er wollen nun alle Kraft in den Aufbau ihres neuen Arbeitsbereichs stecken. Dabei sollen im Domizil Heinrich-Zille-Straße 5 nicht nur klassische Nachhilfestunden für versetzungsgefährdete Schüler angeboten, sondern Begleitprojekte bereits für Grundschüler organisiert werden. „Auch ein Mentoringprogramm für Hauptschüler wächst in unseren Köpfen“, erklärt Kloft.

Im Frühjahr des Vorjahres war es den Lebendige-Steine-Aktiven bereits erfolgreich gelungen, stadtteilübergreifend die Jugend der Rolandstadt anzulocken. Als zum zweiten Mal auf Stendaler Boden eine Lego-Stadt aufgebaut wurde, kamen in Plastikbauteile-Camp längst nicht nur Mädchen und Jungen aus Stadtsee. Auch Lego-Fans aus den Gebieten Altstadt und Nord waren mit viel Eifer mit von der Partie, hunderte Mini-Elemente zu einem großen Ganzen zu fügen.

Das neue Bildungspaket von Kloft und Kollegen tritt unter dem Namen „Fördern, fordern, Freund sein“ auf. Für die Jüngsten ist dabei das Programm „bärenstark“ gedacht. In ihm sollen Kinder die Möglichkeit haben, zu erleben, „dass Erwachsene sich für sie interessieren, verlässlich für sie da sind und sie gern haben“. Im Mittelpunkt des Angebots stehen Kinder mit besonderem Förderbedarf. Sie sollen mindestens ein Jahr durch einen Mentor oder eine Mentorin begleitet werden. In dieser Zeit sind regelmäßige Treffen geplant, in denen die Entwicklung der Mädchen und Jungen gefördert werden sollen.

Im Mittelpunkt des Angebots „Mensch“ stehen Hauptschüler 8. und 9. Klassen mit geringen Berufsaussichten. Sie sollen 16 Monate eins zu eins begleitet auf ein Berufsleben vorbereitet werden. „Mensch“ soll zum Schuljahr 2012/13 starten, eine Partnerschule dafür wird aber noch gesucht. Näheres zum „Mentoring Club Eckstein“, Tel. 0162-1 539 022.

Von Antje Mahrhold

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