Protest leitete Wende ein

Annegret Schwarz und Waldemar Schreiber sind froh über den neuen Schüler-Haltebereich an der Alten Dorfstraße in Garlipp.

Garlipp - Von Ingo Gutsche Der Protest war enorm. Eltern machten ihrem Ärger Luft. Und die in der Vorwoche einberufene Versammlung, in der es trotz der nicht befriedigenden Situation „sachlich zuging“, wie Hauptamtsleiterin Annegret Schwarz bestätigte, zeigte Wirkung. Folge: Der neu geregelte und hart kritisierte Schülerverkehr wurde in Garlipp geändert. Diese Änderung bezieht sich auf die Haltestelle, die nun an der Alten Dorfstraße eingerichtet wurde.

Der Haltestellenbereich an der stark frequentierten Landesstraße 15 war den Eltern der Schüler des Ortes ein Dorn im Auge. Ohne Frage. „Nicht ruhigen Gewissens“ konnten sie den Nachwuchs dort hinlassen, war auch Ortsbürgermeister Waldemar Schreiber von dieser Art der Schüler-Abholung nicht begeistert. Im Gegenteil. Er setzte sich für eine notwendige Wende ein, lud Landrat und Verantwortliche des Busunternehmens an einen Tisch. Seit Montag gibt es eine neue Linien-Führung, der Bus biegt ins Dorf ein. „Trotz allem, was falsch gemacht wurde, bin ich nun froh, dass schnell gehandelt wurde.“ Die Kinder, die zur Grundschule nach Dobberkau, zur Sekundarschule nach Bismark und in die Gymnasien nach Stendal gebracht werden, steigen nun an der Alten Dorfstraße ein, wo sich die neue Haltestelle befindet. „Alle Einwohner wurden bereits informiert“, sagt Schreiber und macht darauf aufmerksam, dass an der Straße von Montag bis Freitag, 6 bis 18 Uhr, Parkverbot herrscht.

Auch eine andere für die Eltern nicht nachvollziehbare Situation hat sich gewandelt. „Die Kinder müssen nun bei der Hintour nicht mehr umsteigen“, meint Annegret Schwarz. So kommen die Grundschüler direkt nach Dobberkau. Und auch die Problematik mit dem dortigen Hort konnte zum Positiven geklärt werden. Der Bus fuhr diesen bei der Rücktour bereits kurz vor 15 Uhr an. Für viele Berufstätige eine Zeit, wo sie nicht zu Hause sein können. Für andere ist es wiederum nicht lohnend, für diesen Zeitraum den Hort zu bezahlen. „Wir haben eine Lösung gefunden.“ Die Abfahrtszeit wurde nach hinten verschoben, der Bus fährt nun gut eine Stunde später ab.

Der Ortsbürgermeister, der sich für die schnelle Unterstützung bei den Verantwortlichen bedankt, hat auch schon eine Idee für die Zeit bis zum Aufbau des Wartehäuschens im neuen Bereich. „Solange schließen wird das gegenüberliegende Dorfgemeinschaftshaus auf.“

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