Praxismentorin schult im „Regenbogenland“ Fachkräfte für die Arbeit mit Kollegen-Nachwuchs

„Hier werden Weichen gestellt“

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Christian Müller-Vogt leitet die städtische Kindertagesstätte „Regenbogenland“ im Stadtteil Süd. Der 35-Jährige engagiert sich nur für seine Schützlinge, sondern auch für den Nachwuchs.

Stendal. Seit zwei Jahren führt Christian Müller-Vogt das Führungszepter in der einzigen Kindertagesstätte des Stendaler Stadtteils Süd.

Im „Regenbogenland“ an der Rostocker Straße verantwortet der gebürtige Rolandstädter nicht nur das Wohl von bis 100 Mädchen und Jungen vom Baby bis zum Vorschüler, sondern hat auch den Kollegennachwuchs im Blick.

„Eine angemessene Begleitung von Praktikanten findet häufig nicht ausreichend statt, da die personellen Ressourcen nur wenig Spielraum für zusätzliche Aufgaben erlauben. Wir beteiligen uns an der Ausbildung des Berufsnachwuchses, indem wir Lernfelder in der Praxis zur Verfügung stellen“, erklärt der frühere Tischler. Für den Leitungsposten in der städtischen Einrichtung qualifizierte sich der 35-Jährige durch ein dreijähriges Studium „Angewandte Kindheitswissenschaften“ an Stendals Hochschule. Mit Praxismentorin Angela Steckel wird Müller-Vogt nächsten Mittwoch den Auftakt für das Programm „Lernort Praxis“ erleben, das das Bundesfamilienministerium für republikweit 75 Institutionen in sieben Bundesländern ins Leben gerufen hat. Und wovon neben dem „Regenbogenland“ in Süd auch die Kindertagesstätte der Borghardtstiftung „Am Sandberg“ profitiert, die von Bernd Mitsch geleitet wird (die AZ berichtete).

„Die angehenden Fachkräfte profitieren von der intensiven Praxisanleitung und Betreuung im Regenbogenland“, findet Andrea Nestler. Sie muss es wissen, war die Kinderpflegerin in der Einrichtung doch erst selbst als Praktikantin tätig, bevor sie sich für eine Ausbildung in dieser Richtung an der Berufsfachschule entschied. „Hier werden Weichen gestellt. Praktikanten sind oft eine enorme Bereicherung“, betont Steckel.

Von Antje Mahrhold

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