Stendaler Agentur hat 1190 freie Stellen / Geringste Quote in Gardelegen

Positiver Trend auf Arbeitsmarkt

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Stendal/Salzwedel. Frohe Kunde für den Landkreis Stenddal und Altmarkkreis Salzwedel in Sachen Arbeitsmarkt: Der positive Trend der vergangenen Monate hat sich im Juni fortgesetzt.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank im Landkreis Stendal die Arbeitslosenquote (bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen) auf 13,3 Prozent (minus 0,6) und im Altmarkkreis Salzwedel auf 9,7 Prozent (minus 0,3). Das bedeutet: Im Landkreis Stendal waren im Berichtsmonat 8200 Menschen ohne Arbeit, im Altmarkkreis Salzwedel 4586.

Aufgeschlüsselt in die einzelnen Geschäftsstellen ergibt sich folgendes Bild: Die geringste Ar-beitslosenquote registrierte die Geschäftsstelle Gardelegen mit 9,2 Prozent (minus 0,3 im Vormonat), gefolgt von der Geschäftsstelle Salzwedel mit 10,3 Prozent (minus 0,2).

Im Agenturbezirk Stendal sank die Arbeitslosenquote auf 11,7 gegenüber 12,2 Prozent im Vormonat. Im Juni waren 12 786 Menschen (minus 509) ohne Arbeit, davon 6799 Frauen. Im Mai waren es 13 295.

Bei den Arbeitslosmeldungen, insbesondere bei denen aus Erwerbstätigkeit, verzeichnete die Stendaler Agentur den geringsten Zugang in einem Monat seit 2007. Das zeige, dass die Unternehmen ihre Fachkräfte hielten. Dies lasse wiederum auf eine stabile Wirtschaftslage der Region schließen. „Allerdings rechne ich damit, dass sich mit Beginn der Sommerferien der Abbau der Arbeitslosigkeit abschwächt und es saison-typisch eine leichte Erhöhung der Arbeitslosenzahlen geben wird“, sagt Marina Kermer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stendal. Denn es würden sich verstärkt arbeitsuchende Schulabgänger und diejenigen Jungfacharbeiter melden, die vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen worden seien.

Erfreulich: Die Zahl der arbeitslosen unter 25-Jährigen ist gesunken auf 1144. Das sind knapp 60 Jugendliche weniger als im Vormonat. Positiv auch die Entwicklung bei den mehr als 50-Jährigen und den Lang-zeitarbeitslosen. So wurden laut Kermer bei den mehr als 50-Jährigen 180 und bei den Langzeitarbeitslosen 64 wenigeer Menschen gezählt.

Nach dem SGB III betreute die Agentur für Arbeit Stendal 3050 arbeitslose Personen. Das sind 195 weniger als im Vormonat Mai. Im Rechtskreis SGB II, Jobcenter Stendal und Jobcenter Altmarkkreis Salzwedel waren es 9736 Männer und Frauen (minus 314), die arbeitslos gemeldet waren.

Seit Jahresbeginn sind der Agentur für Arbeit Stendal 2603 freie Arbeitsstellen gemeldet worden. Das sind laut Kermer knapp 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen sei diese Differenz allerdings auf eine Firmenneuansiedlung im vergangenen Jahr, die rund 450 Stellen brachte. Im Juni wurden aktuell 390 Stellen gemeldet. Das sind 163 Stellen weniger als im Mai. „Dieser Stellenrückgang hat verschiedene saiso-nale Ursachen“, sagt Kermer. So seien insbesondere in der Landwirtschaft und im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung weniger Arbeitsstellen gemeldet worden.

Unbesetzt sind im Juni 1190 Arbeitsstellen. Fachkräftebedarf besteht im Altmarkkreis Salzwedel in den Berufen: Bürokauffrau/mann, Helfer/in (Kunststoff, Kautschuk, Außendienstmitarbeiter/in), Helfer/in Lebensmittelhandwerk, Ma-schinen- und Anlagenführer/in. Im Landkreis Stendal sind unter anderem Stellen als Berufskraftfahrer/in, Koch/Köchin, Friseur/in, Tischler/in und Elektroinstallateur/in zu besetzen.

Von Arno Zähringer

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