Neuer Runderlass für die Polizei zum Umgang mit den Raubtieren

Sachsen-Anhalt: Polizisten dürfen verletzte Wölfe erschießen

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Bereits vor einigen Monaten wurde ein junger Wolf an der B71 (Archivbild) angefahren und bei dem Unfall getötet.

ds/pm Altmark / Magdeburg. Am Mittwoch (15. November) tritt in Sachsen-Anhalt ein Runderlass für die Polizei zum „Umgang mit verhaltensauffälligen, verletzten oder getöteten Wölfen“ in Kraft. Dieser wurde vom Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium erlassen.

"Der Erlass richtet sich an die Polizeibehörden und soll Beamten Rechtssicherheit beim Schusswaffengebrauch gegen Wölfe geben", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Ministeriums.

Konkret heißt es in dem Erlass wörtlich: „Der polizeiliche Schusswaffengebrauch gegen Wölfe ist zulässig, wenn von ihnen entsprechend § 3 Nr. 3 Buchst. b und c des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt (SOG LSA) eine gegenwärtige erhebliche Gefahr ausgeht und diese nicht auf andere Weise zu beseitigen ist.“

Das bedeutet, dass Wölfe, die unter Umständen bei einem Autounfall verletzt wurden, von Polizisten "unmittelbar getötet werden" können. Allerdings nur dann, wenn die zuständigen Behörden (Umweltministerium, zuständiger Veterinär) nicht rechtzeitig am Unfallort erscheinen können.

Innenminister Holger Stahlknecht.

Innenminister Stahlknecht sagt dazu: „Der Schutz unserer Bevölkerung steht für mich an erster Stelle. Daher ist es nur folgerichtig, dass bei verhaltensauffälligen und verletzten Wölfen, die eine akute Gefahr für Leib und Leben von Menschen darstellen, der Schusswaffengebrauch erlaubt ist.“

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