Mehr Betrug im Internet

Polizeirevier Stendal: Kriminalität allgemein rückläufig

Ein Diagramm zeigt die Mengenverteilung von Straftaten im Revierbereich Stendal.
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Den größten Anteil an Straftaten machen, trotz eines starken Rückgangs von 17,3 Prozent, weiterhin die Diebstähle mit einem Gesamtanteil von 28,8 Prozent aus.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Das Polizeirevier Stendal hat seine Kriminalitätsstatistik für 2020 veröffentlicht. Während die Diebstahlzahlen rückläufig sind, habe es jedoch eine größere Zahl an Betrugsfällen gegeben. 

Stendal – 6313 Straftaten hat das Polizeirevier Stendal im vergangenen Jahr erfasst. 383 Fälle, also 5,7 Prozent, weniger als 2019. Das seien auch Auswirkungen der Corona-Pandemie, erklärt das Revier. „Festzustellen sind eine Zunahme der Internet-Kriminalität und ein Rückgang der Eigentumsdelikte“, heißt es in der Statistik.

1821 Eigentumsdelikte waren 2020 zu verzeichnen. Damit machen sie trotz ihrem Rückgang von 382 Fällen, entsprechend 17,3 Prozent, noch den größten Anteil der Kriminalität im Revierbereich aus. Deutlich verringert sei dabei die Zahl der Tageswohnungseinbrüche. „Durch die gesamte Lebenssituation und Lebensumstände der Bevölkerung während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatten Einbrecher weniger Tatmöglichkeiten zur Tageszeit“, erläutert das Revier. Die Fallzahl sank von 40 auf 19. In einem ähnlichen Maß ging auch die Zahl von Pkw-Diebstählen von 34 auf 18 zurück.

Im Gegensatz zu den meisten Kategorien, in denen die Fallzahl gesunken ist, weisen zwei einen Anstieg auf. Zum einen ist es der Punkt „Sonstige Straftatbestände“, der unter anderem Erpressungen (gestiegen von 13 auf 15), Hausfriedensbruch (gestiegen von 129 auf 134), Beleidigungen (gestiegen von 258 auf 299) und Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte (gestiegen von 30 auf 37) enthält. Zum Anderen gab es einen großen Anstieg im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, die um 61 Fälle auf eine Gesamtzahl von 1046 anwuchsen. Der Anteil an den Gesamtstraftaten liegt damit bei 16,6 Prozent. Unter den Bereich fallen vorrangig Delikte wie Betrug, Unterschlagung und Urkundenfälschung. Auswirkungen der Pandemie seien anhand dieser Zahlen erkennbar: „Betrüger greifen vermehrt auf das Internet und den damit verbundenen Versuch der eigenen Anonymisierung zurück“, erläutert das Polizeirevier Stendal.

Die Aufklärungsquote ist ebenfalls gesunken, jedoch nicht so stark wie die erfassten Fälle. Sie ging um 1,1 Prozent zurück und fällt damit auf einen Wert von 57,6 Prozent, was 3639 aufgeklärten Fällen entspricht. Trotz des Rückgangs liegt sie noch über dem Landesdurchschnitt von 54,1 Prozent.

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