Ein Tag danach: Polizei zieht positive Bilanz

Demo ohne "nennenswerte Vorkommnisse"

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14 Anzeigen wurdeb aufgenommen, unter anderem wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

mdk Stendal. Die vier Versammlungen von NPD-Mitgliedern in Stendal am Sonnabend zwischen 10 und 18 Uhr sind zu Ende. Die Polizei zieht eine positive Bilanz, es gab keine "nennenswerten Vorkommnisse". Die Beamten nahmen die Personalien von rund 160 Personen auf.

Außerdem wurden 14 Anzeigen aufgenommen, unter anderem wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Impressionen von der Demonstration

NPD-Demo in Stendal

Auch das "Bündnis Magdeburg Nazifrei" bewertet die Aktionen gegen die NDP-Demo als Erfolg, konnte den Aufmarsch der Neo-Nazis nach eigenem Bekunden an fünf Stellen durch Sitzblockaden behindern.

Rückblick: Bereits am 4.Juni wurde durch den NPD-Kreisverband und die sogenannten „Freien Kräfte Altmark“ für den vergangenen Sonnabend eine Versammlung in Form eines Aufzuges durch das Stadtgebiet Stendal angemeldet. Laut Anmeldung wurden dazu 300 Teilnehmer erwartet, letztendlich wurden es laut Polizei 185 Teilnehmer.

Durch eine Spontandemonstration des „linken Spektrums“, wie die Einsatzkräfte es nannten, unter der Beteiligung von mehreren Landtags- und einer Bundestagsabgeordneten verzögerte sich der Beginn des Aufzuges. Auch Bürger aus Insel zählten zu den Teilnehmern der Demonstranten. Start des Aufzuges war gegen 14 Uhr.

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Der Demonstrantenzug, der weite Teile des Stadtgebietes umfasste, musste mehrmals aufgrund von Aktionen der Gegendemonstranten geändert werden. Gegen 15 Uhr kam der Versammlungsleiter auf die Polizei zu und bat um eine Verkürzung der Aufzugsstrecke. Die beabsichtigte Zwischenkundgebung fand damit nicht an der Sperlings Ida, sondern am Nachtigalplatz statt. Um 17.25 Uhr wurde die Versammlung auf dem Bahnhofsvorplatz nach einer Abschlusskundgebung beendet.

Unter dem Motto „Stendal Nazifrei- Gegen Menschenhetze und Nazipropaganda“ waren auf dem Wernerplatz und der Goethestraße bereits durch das Bündnis „Nazifrei“ die beiden Gegenveranstaltungen angemeldet. An diesen Veranstaltungen nahmen laut Polizei insgesamt 170 Personen des „linken Spektrums“ teil.

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Die Kundgebungen auf dem Wernerplatz wurden gegen 12 Uhr, die Versammlung an der Beethovenstraße, Ecke Goethestraße, gegen 14 Uhr von den Initiatoren für beendet erklärt. Auch die Stadt machte mobil gegen Rechts. Sie rief eine öffentliche Sonderstadtratssitzung auf dem Marktplatz aus, Teilnehmerzahl laut Polizei: rund 200 Personen.

Gegen 16.45 Uhr war die Stadtratssitzung beendet. Aufgrund der Veranstaltungen kam es im Innenstadtbereich von Stendal zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.

Mehr lesen Sie am Montag in der Altmark-Zeitung. 

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