Neue Erkenntnisse zur Schlägerei in der Silvesternacht / Kein Einzelfall auf dem Markplatz

Polizei Stendal hat Stadtzentrum im Visier

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Alkohol soll das Gewaltpotenzial erhöht haben. 

Stendal – Gegen 0.34 Uhr schrillte im Polizeirevier Stendal das Telefon. Nicht ungewöhnlich in der Silvesternacht, denn Raketen und Alkohol sind häufig eine explosive Mischung.

Letzterer dürfte wohl auch eine Rolle bei der Schlägerei auf dem Stendaler Marktplatz gespielt haben, über die am Mittwoch berichtet wurde. Involviert waren laut Polizeisprecher Dirk Marscheider zwei etwa zehnköpfige Gruppen junger Männer im Alter von 17 bis 23 Jahren, teils deutscher, teils syrischer Herkunft. Einige, so der Sprecher, hätten sich vorher gekannt. Was genau der Auslöser für den Streit war, der erst verbal und dann körperlich ausgetragen wurde, ist nicht ganz klar. Doch „Posiergehabe“ habe laut Marscheider eine Rolle gespielt. Bei der Auseinandersetzung wurde ein 17-Jähriger leicht verletzt, Zeugenaussagen seien noch in der selben Nacht aufgenommen worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass es vor dem Rathaus der Rolandstadt zu Auseinandersetzungen gekommen ist. Den Markt- und den Winckelmannplatz haben die Gesetzeshüter der Rolandstadt besonders auf dem Radar, erklärt der Pressesprecher. „Wenn ich hätte wetten müssen, wo etwas passiert, hätte ich auf diese beiden Plätze getippt“, so Marscheider. Denn rund um das Rathaus tummeln sich zur Nachtstunde vor allem Jugendliche, was durch die zentrale Lage, aber auch durch den angrenzenden Nachtclub und diverse Kneipen bedingt sei. Ein „sozialer Brennpunkt“ sei der Marktplatz deshalb aber nicht, meint Dirk Marscheider.

Von Charlotta Spöring

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