Wildunfälle und Wendemanöver führen die Unfallstatistik an

Polizei Stendal gibt Statistik bekannt: Zahl der Todesopfer gestiegen

Nach Polizeiangaben ereigneten sich 2019 im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Stendal täglich im Durchschnitt elf Unfälle.
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Nach Polizeiangaben ereigneten sich 2019 im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Stendal täglich im Durchschnitt elf Unfälle.

Stendal – Das Polizeirevier Stendal hat seine jährliche Unfallstatistik bekannt gegeben. Mit einem Anstieg auf 1662, was einem Plus von 18,12 Prozent entspricht, sind Wildunfälle nach wie vor die Hauptunfallursache Nummer eins.

Insgesamt zählt das Polizeirevier für 2019 4144 Verkehrsunfälle. Das stellt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg um 8,85 Prozent – 337 Unfälle mehr – dar.

Obwohl die Zahl der Unfälle insgesamt gestiegen ist, wurden weniger Personen verletzt. Bei 332 Kollisionen, 37 weniger als im Vorjahr, entsprechend einem Minus von 10,03 Prozent, kam es zu 418 Verletzen. Im Vorjahr lag die Zahl um 64 höher. Auch die Menge der Schwerverletzten hat von 99 auf 92, ein Minus von 7,07 Prozent, abgenommen. Einen Anstieg gab es jedoch gleichzeitig bei den tödlich Verunglückten. Unter den 13 Opfern, drei mehr als im Vorjahr, waren acht Pkw-Insassen beziehungsweise Fahrer, ein Motorradfahrer, zwei Radfahrer sowie zwei Quadfahrer/Sozius. Ein Schwerpunkt ist dabei nach Polizeiangaben im Landkreis nicht erkennbar.

Bei 53 Unfällen stellte die Polizei einen vorherigen Alkoholkonsum fest. Damit ist diese Zahl um fünf Fälle beziehungsweise 10,42 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 156, sechs mehr als im Vorjahr, Fahrten unter Alkoholeinfluss ohne Unfallgeschehen, festgestellt. Vier Unfälle geschahen unter Drogeneinfluss oder Mischkonsum. Ohne Unfallgeschehen führten 128 Personen ein Fahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Verkehrsopfer unter den über 65-Jährigen. Von ihnen waren 824, gegenüber 742 im Vorjahr, in Unfälle verwickelt. Die Zahl der Todesopfer stieg von eins auf fünf an. Bei den 18- bis 25-Jährigen sank die Zahl der Verkehrstoten von zwei auf eins.

Mit einem Anstieg auf 1662, einem Plus von 18,12 Prozent, sind Wildunfälle nach wie vor die Hauptunfallursache. Mit 347 Fällen folgen das Wenden und Rückwärtsfahren. Auf dem dritten Platz der Statistik liegt fehlender Sicherheitsabstand mit 277 Unfällen.

Auf einem annähernd gleichen Niveau bleiben die Unfallfluchten. 599 Fälle, wovon 152 aufgeklärt wurden, stehen 570 Delikten, mit 146 aufgeklärten, im Vorjahr gegenüber. Im Rahmen von Verkehrskontrollen wurden 5655 Verkehrsverstöße festgestellt. Darunter waren 2278 Geschwindigkeitsverstöße, die geahndet wurden.

VON STEFAN HARTMANN

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