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Platz vor Umbruch: Sperlingsberg in Stendal spürbar glatter

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Von: Marco Hertzfeld

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Der Sperlingsberg in Stendal weist Löcher und Spalten auf.
Bei zwei von drei Varianten eines Ingenieurbüros bleibt nicht zuletzt die Gliederung erhalten. Bei Variante 3, von der Verwaltung favorisiert, wird der Sperlingsberg in Gliederung, Optik und Befestigung völlig umgekrempelt. © Marco Hertzfeld

Der Sperlingsberg steht schon länger auf der Sanierungsliste der Stadt Stendal. Der zentrale Platz wird sich im Aussehen verändern, alles soll spürbar glatter sein.

Betonstein ersetzt kleines Pflaster

Stendal – Der Sperlingsberg in Stendal dürfte sich spürbar verändern. Das eher minderwertige Kleinpflaster aus Naturstein soll durch großformatiges Betonsteinpflaster ersetzt werden, eben ausgeführt. Die Brunnenanlage wird separiert und mit Sitzmöbeln aufgewertet. So sieht es jedenfalls die vom Fachamt favorisierte Variante vor. Der Stadtrat kann die Entwurfsplanung zur Um- und Neugestaltung am 4. Oktober absegnen, sie gilt zugleich als Bauprogramm. 868.500 Euro stehen zur Verfügung, alles Fördergeld. Die Stadt hat einen erneuerten Platz schon länger auf dem Zettel. Nach einigem Hin und Her sollte das Vorhaben im Anschluss an den Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal umgesetzt werden. Wie sich die Arbeiten mit dem von 2022 auf 2024 verschobenen Landesfest genau einordnen lassen, muss sich zeigen.

Fußgängerzone um Platz erweitert

Der Sperlingsberg befindet sich am südlichen Ende der Breiten Straße, der Einkaufsmeile der Stadt. Die Sperlingsida, ein Brunnen, ist ein beliebtes Fotomotiv bei Einheimischen und Gästen. Der Blick nach unten offenbart anderes. „Der Platz weist zahlreiche Unebenheiten und Beschädigungen auf, teilweise fehlt Material“, heißt es in der Beschlussvorlage aus dem Tiefbauamt. Und weiter: „Die Befahrung des Platzes, insbesondere in den Radien durch Pkw und Lieferverkehr, haben den Platz zusätzlich stark geschädigt.“ Als Parkplatz hält der Sperlingsberg nicht mehr her. Er soll die Fußgängerzone erweitern und „als Aufenthaltsbereich dienen“. Die Bauarbeiter werden sich eine Fläche von insgesamt rund 2200 Quadratmetern widmen, was etwa einem Drittel eines Fußballfeldes entspricht.

Brunnen rückt in Mittelpunkt

„Der Platz wird in seiner Gliederung, Optik und Art der Befestigung völlig umgestaltet.“ Das Gehband wird mit Natursteinplatten gestaltet, analog dem Winckelmannplatz. Das hauptsächlich zu verbauende Betonsteinpflaster eröffne mehrere Möglichkeiten in Farbe und Verlegeart. Der Umbruch beim Sperlingsberg soll sich später einmal in der Fußgängerzone fortsetzen, ein weiteres Bauprojekt. Der „innerstädtische Kern“ insgesamt soll sein „eigenes Äußeres“ verliehen bekommen. „Dabei wird die Verbindung der alten Gebäude mit dem modernen Belag und die aufeinander abzustimmende Farbwahl aus der Sicht der Verwaltung ein ansprechendes Ensemble ergeben.“ Und offenkundig: „Dieser Gestaltungswechsel wird auch ausdrücklich von der Denkmalpflege mitgetragen.“

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