Eigentümer Thomas Richter-Mendau sucht Nachmieter / Restaurant geplant

Pläne für Ex-Bistro: „Ich will keine Nachtbar“

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Seit Ende Juli vergangenen Jahres stehen die Räumlichkeiten des „Bistro Regional“ leer. Geht es nach Thomas Richter-Mendau, soll dort ein Restaurant einziehen.

Stendal. „Ich will hier keine Nachtbar oder einen Imbiss. Ich will ein richtiges Restaurant“, hofft Bau-Unternehmer Thomas Richter-Mendau auf einen entsprechenden Nachmieter für die Räumlichkeiten des ehemaligen „Bistro Regional“ an der Hohen Bude.

Die Gaststätte war ein Projekt des Mehrgenerationenhauses „Färberhof“. Am 31. Juli vergangenen Jahres wurde das Bistro geschlossen, die 20 Mitarbeiter verloren ihre Arbeit. Richter-Mendau ist Eigentümer des Gebäudes und hat konkrete Vorstellungen, wie dessen Zukunft aussehen soll.

„Ich kann mir ein italienisches Restaurant vorstellen, aber ein richtiges“, so der Unternehmer im AZ-Gespräch, „oder ein spanisches, türkisches oder griechisches. Ich bin da für alles offen.“ Nur eben ein Restaurant solle es sein, kein Bistro oder Schnell-Imbiss.

Doch die Suche nach einem Nachmieter gestalte sich schwierig. Es seien schon Interessenten vor Ort gewesen, „aber das hat nicht funktioniert“. Bei einem Kandidaten habe etwa die Überprüfung der Kreditwürdigkeit wenig zuversichtliche Ergebnisse ans Tageslicht gebracht. Eine andere Organisation hatte vor, in den Räumen des Bistros ein Café für ältere Menschen zu errichten, das Konzept sei an finanziellen Fragen gescheitert.

Zudem habe Richter-Mendau bislang nicht die nötige Zeit gefunden, eine wirklich intensive Suche nach einem passenden Nachmieter zu betreiben. „Das habe ich mir aber für das nächste Quartal vorgenommen“, verrät der Bau-Unternehmer. Auch ein Restaurant mit altmärkischer Küche käme für den Eigentümer in Betracht. „Aber so ein Restaurant kommt hier irgendwie nicht so an“, sagt Richter-Mendau. Er sei gelerner Kellner und könne die gastronomische Situation in der Rolandstadt daher gut einschätzen. Auch bemängelt er, dass in der Branche zu wenig Informationen ausgetauscht werden. „Es gibt leider keine Gastro-Zeitung.“ Laut der Leiterin des Färberhofs, Marika Mund, hätten sie betriebswirtschaftliche Gründe zur Aufgabe gezwungen (AZ berichtete). Idee und Konzept der Begegnungsgastronomie seien gut. Der Versuch sei wichtig und richtig gewesen. Es gebe viele Bürger in der Region, die gute Ideen haben, sich aber nicht trauen und Angst vorm Scheitern haben würden.

Von Mike Höpfner

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