Modernes Lage- und Führungszentrum gibt Polizei direkten Draht

PI-Zentrale Stendal fährt im Herbst hoch

Ein Blick in das nigelnagelneue Lage- und Führungszentrum der PI Stendal. Auf dem Bild sind nicht alle Einsatzleitplätze zu sehen, es sind insgesamt sechs.
+
Ein Blick in das nigelnagelneue Lage- und Führungszentrum der PI Stendal. Auf dem Bild sind nicht alle Einsatzleitplätze zu sehen, es sind insgesamt sechs.

Stendal – Die junge Polizeiinspektion (PI) Stendal bekommt noch dieses Jahr ihr modernes Lage- und Führungszentrum (LFZ). Die Räume für die Mitarbeiter sind hergerichtet. Die Technik für Einsätze und Notrufe ist verbaut und wird momentan eingestellt.

Insgesamt sechs Einsatzleitplätze entstehen. „Der Termin für die offizielle Eröffnung steht noch nicht abschließend fest“, teilt PI-Sprecherin Beatrix Mertens der AZ mit. Nach einem Probebetrieb wird Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) voraussichtlich Ende November ganz offiziell den Schalter im Komplex am Uchtewall umlegen.

Ein solches Herzstück einer Großstruktur wird nicht alle Tage eingerichtet. Andreas Krautwald hat schon das LFZ in Magdeburg mit aufgebaut. Die Arbeiten in der Altmark haben länger gedauert als gedacht. „Wir können hier etwas gestalten und stellen die Weichen künftiger Polizeiarbeit in einem beachtlichen Teil Sachsen-Anhalts“, sagte der PI-Leiter im Juni vergangenen Jahres im AZ-Gespräch. Nun befinden sich die Handwerker im künftigen LFZ auf der Zielgeraden, das Provisorium hat ein Ende. Die Polizeidirektion (PD) Nord ist seit Januar 2019 Geschichte, der Standort Stendal hat wieder mehr Gewicht.

Das Land investiert 2,3 Millionen Euro in der Kreisstadt, so hatte es der Innenminister gleich zu Beginn verkündet. Ob es bei der Summe bleibt und wie groß der Anteil des LFZ daran ist, muss erst einmal offenbleiben. „Die Gesamtkosten sind derzeit noch nicht abschließend bezifferbar“, lässt PI-Sprecherin Mertens auf Nachfrage wissen. Und noch einmal auf den Punkt gebracht: „Das LFZ ist die Einsatzleitstelle für den Bereich der Polizeiinspektion Stendal und somit die zentrale Stelle zur Erhebung, Sammlung, Bewertung und Steuerung aller eingehender und ausgehender Informationen.“

Derzeit würden die Notrufe, die im Bereich der PI Stendal auflaufen, noch beim Nachbarn im LFZ der PI Magdeburg angenommen und anschließend an die PI Stendal übergeben. „Von hier aus erfolgt dann die Disposition und Einsatzbegleitung des jeweiligen Einsatzes an die zuständigen Reviere der Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Jerichower Land und Stendal.“ Zukünftig sollen alle Notrufe aus dem Bereich der PI Stendal auch in deren LFZ entgegengenommen werden. Die Polizei im Norden des Landes findet damit sozusagen den richtigen Draht, die PI-Zentrale in der größten Stadt der Altmark steht.

Und wie läuft das Ganze in der Praxis ab? „Die nach erster Einschätzung benötigten Funkstreifenwagen werden zum Einsatzort entsandt“, skizziert Mertens für die AZ. Und weiter: „Erforderliche Rettungskräfte, wie Feuerwehr und Rettungsdienst, werden alarmiert.“ Und natürlich: Die Details zum Notruf und den eingeleiteten Erstmaßnahmen werden dokumentiert. Zudem unterstützen die Kollegen des LFZ die Einsatzkräfte, in dem sie Auskünfte erteilen oder Benachrichtigungen auf den Weg bringen. Der Umzug in die neuen Räume ist demnach nah, Strukturen ändern sich, Aufgaben wachsen. VON MARCO HERTZFELD 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare