Verwaltungsgericht entscheidet für den Landkreis

Pferde-Versteigerung wird nicht aufgeschoben

Am 7. Dezember wurden dem Halter 77 Pferde vom Landkreis weggenommen.
+
Am 7. Dezember wurden dem Halter 77 Pferde vom Landkreis weggenommen.
  • VonKai Hasse
    schließen

kah Osterburg / Stendal. Im Fall der 77 Pferde, die der Landkreis Stendal einem Pferdehalter aus dem Raum Osterburg weggenommen hatte, gibt es nun einen kleinen Erfolg für den Landkreis:

Das Verwaltungsgericht hat dem Kreis einen Bescheid übermittelt, dass ein Widerspruch des Pferdebesitzers nicht dazu führen kann, dass eine Versteigerung der Pferde aufgeschoben wird. Darüber informierte jetzt Kreissprecher Edgar Kraul auf AZ-Nachfrage.

Die juristische Situation: Der Pferdehalter hatte gegen die Wegnahme seiner Tiere Widerspruch eingelegt. Damit wollte er zumindest erreichen, dass eine Versteigerung nicht sofort stattfinden kann – sie war bereits zwischenzeitlich anberaumt worden. Nun musste das Verwaltungsgericht diesen Anspruch prüfen. Die Versteigerung wurde deshalb zunächst wieder abgesagt. Mit dem jetzigen Bescheid könnte der Landkreis die Versteigerung erneut anberaumen. Aber er muss noch abwarten, ob der Pferdehalter das Oberverwaltungsgericht als nächsthöhere Instanz anruft.

Der Kreis hatte die Pferde Anfang Dezember einkassiert. Dem Halter wurden schwerwiegende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Der Kreis drang mehrmals auf Verbesserung. Der Halter war dem nach Kreis-Angaben nicht nachgekommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare