Polizei alarmiert: Drahtesel sorgen in Fußgängerzone und im Norden der Breiten Straße für Ärger

Pedalritter auf Konfrontationskurs

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Am frühen Morgen dürfen Pedalritter sich noch in den Sattel schwingen und durch Stendals Fußgängerzone fahren. Tagsüber ist das verboten – allerdings halten sich nicht alle daran.

Stendal. Fahrradfahrer und Fußgänger in Stendal kommen sich noch viel zu oft gefährlich in die Quere. Die Breite Straße, die Einkaufsmeile der Stadt, scheint dabei eine der größten Konfliktzonen.

Im südlichen Bereich, aus dem der Autoverkehr verbannt ist, dürfen Drahtesel zwischen 10 und 19 Uhr nur geschoben werden. „Wir ertappen aber immer wieder Radfahrer, die zu verbotenen Zeiten radelnd in der Fußgängerzone unterwegs sind“, sagt Polizei-Sprecherin Franziska Hain. Und das mitunter in einem Affenzahn, sodass Fußgänger Angst um ihre Gesundheit haben müssen. Großartige Unfälle sind den Ordnungshütern aktuell zwar nicht bekannt, dennoch werben sie für mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Die Polizeihauptkommissarin im Gespräch mit der AZ: „Wir wollen doch alle, dass nichts Schlimmes passiert – oder?“.

Tammy Zoske kann das nur unterstreichen. Sie ist regelmäßig mit ihrem fünfjährigen Sohn in der Fußgängerzone unterwegs. Auch in der nördlichen Breiten Straße müssten Passanten höllisch aufpassen, nicht in die Speichen zu kommen. Kraftwagen und Fahrräder haben auf der Straße nicht sonderlich viel Platz, sicherlich. „Doch das berechtigt keinen Radfahrer, wie selbstverständlich den Bürgersteig zu nutzen.“ Die Familie lebt und arbeitet in ihrem Haus direkt an der Straße. „Wenn die Kunden aus unserem Geschäft treten, laufen sie Gefahr, einfach umgefahren zu werden. [...]

Von Marco Hertzfeld

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