Unfall, Rückgabe und Krebs: Tierschützer geben Kira nicht auf

„Pech für sieben Katzenleben“

Verletzt und teuer zurück im Tierheim. Und dann noch eine OP. Kira tastet sich zurück ins Leben.
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Verletzt und teuer zurück im Tierheim. Und dann noch eine OP. Kira tastet sich zurück ins Leben.

Borstel – Katze Kira könne getrost als großer Pechvogel bezeichnet werden, meint Susanne Wieske, die Vorsitzende des Altmärkischen Tierschutzvereins Kreis Stendal. „Wieder Klinik, wieder Operation und noch einmal und schon wieder."

Im Dezember hatte sie ihre Trümmerbruch-Behandlung und nun ging es vor einigen Tagen erneut nach Magdeburg.

Eine Niere wurde entfernt, sie saß voller Zysten und war schon ohne Funktion. „Kira hat in den letzten Monaten genug Pech für sieben Katzenleben gesammelt. Und das im Alter von nicht einmal einem Jahr“, heißt es in einem Schreiben aus dem Tierheim.

Im September hatte die Samtpfote die Einrichtung in Borstel in ein neues Zuhause verlassen. Anfang Dezember büxte Kira aus und hatte prompt einen Unfall. Der Vierbeiner erlitt einen schweren Trümmerbruch am Oberschenkel und einen sogenannten Pneumothorax, weshalb eine Operation sehr kompliziert und mit hohen Kosten verbunden war (die AZ berichtete). Der neue Besitzer entschied sich, Kira wieder zurückzugeben. Die Tierschützer baten schon damals die Öffentlichkeit um Unterstützung und tun es nach dieser OP erneut. Der Verein rechnet nach 3000 Euro nun mit Kosten in Höhe von insgesamt rund 1200 Euro. Neben der Nieren-OP: Kira wurde auch noch ein Pin vom ersten Eingriff entnommen.

Dass viele Menschen ob des Virus und der Einschränkungen momentan ganz andere Dinge im Kopf hätten, sei verständlich. Wieske hofft dennoch auf Hilfe für ihren Schützling. Der Kampf um Kira stelle eine größere finanzielle Belastung für die Einrichtung dar. Für weitere Informationen ist das Tierheim, das derzeit wegen der Coronabestimmungen für den normalen Besucherverkehr geschlossen ist, unter Tel. (03931) 216363. Die nötigen Daten für eine Spende finden sich auf der Internetseite www.tierheim-stendal-borstel.de. Nach einigen Tagen Krankenlager ist Sorgenkind Kira inzwischen wieder zurück in der Stendaler Ortschaft.

VON MARCO HERTZFELD  

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