Partner sammeln für polnische Hochwasser-Opfer

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Grundstock für den Pulawy-Spendentopf gelegt: Frank Boden (v.l.), Steffen Tank, Peter Ludwig, Axel Achilles, Rüdiger Hell und Klaus Schmotz.

STENDAL (tje). „Jetzt sind wir an der Reihe“, appelliert Rüdiger Hell, als Stendals Partnerschaftsgesellschaft vorgestern Abend im Sonderstadtrat den Start ihrer Spendenaktion für die Hochwasser-Opfer im Pulawy publik macht. Das Vorstandsmitglied erinnere noch sehr genau, wie dankbar die Ostaltmark ihren polnischen Helfer im Jahr 2002 war, als eine ähnliche Naturkatastrophe die Region in Atem hielt.

So habe sich die Partnerschaftsgesellschaft entschlossen, sowohl aus der Vereinskasse als auch privat Geld zu spenden, kündigt Vorstandsmitglied Frank Boden an. Mit Oberbürgermeister Klaus Schmotz, Stadtrat Peter Ludwig, Vorsitzendem Steffen Tank und Vorstandsmitglied Axel Achilles kramt eine Herrenrunde in Portmonees, um den Grundstock einer Spendensammelbox zu bilden.

Denn Stendals Partnerstadt befindet sich im schwer heimgesuchten Weichsel-Hochwassergebiet. „Ausmaß und Folgen sind kaum zu beschreiben“, heißt es einem von Schmotz unterzeichneten Aufruf. Auch wenn Pulawy, das 120 Kilometer südlich von Warschau liegt, selbst kaum betroffen sei, habe es seine Ortsteile, darunter besonders den Ort Janowiec, heftig erwischt. Anfang Juni durchbrach der Fluss einen Damm auf einer Breite von mehr als 100 Metern. Eine Dorfstraße dort sei „nur mit Boot befahrbar“, berichtet Rüdiger Hell.

Die Hansestadt bittet „alle Menschen guten Willens um finanzielle Hilfe“. Geldspenden kommen direkt, ohne Abzüge den polnischen Nachbarn zugute, versichern die Organisatoren. Die Spendenkonto-Nummer lautet: 85 8898 000 (BLZ: 810 400 00).

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