Einzelhändler starten Unterschriftensammlung / Verbraucher schätzen den Komfort

Parkplätze als Standortvorteil

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Mit dieser Liste sammeln die Einzelhändler Unterschriften für die Parkmöglichkeiten am Sperlingsberg.

cbo Stendal. Am südlichen Ende der Breite Straße ist einiges los. Auf dem Sperlingsberg parkt eine Vielzahl von Autos, fast minütlich kommen neue hinzu und fahren andere weg.

Dennoch sind sich die anliegenden Einzelhändler sicher, dass die Kurzzeitparkplätze zu Füßen der Sperlingsida bleiben müssen. Um dies zu erreichen, haben sie eine Unterschriftenaktion gestartet. Darin verweisen sie darauf, dass viele Verbraucher den Komfort nutzen, so nah an der Fußgängerzone parken zu können. „Auch wenn nicht immer jeder einen Parkplatz findet, ist es wichtig, dass zumindest die Möglichkeit besteht“, sagt Annette Lange, Inhaberin der Altmark Apotheke.

Für Lange als Geschäftsfrau ist es eine Herzensangelegenheit, sich für die Parkmöglichkeiten einzusetzen. Einerseits geht es ihr um den Komfort der Kunden, andererseits denkt sie auch an ihre Angestellten. „Schlimmstenfalls hängen an den Parkmöglichkeiten auch Existenzen.“ Auf der in ihrem Geschäft ausliegenden Liste hatten gestern schon die ersten Kunden unterzeichnet.

So wie die Apothekerin sehen es die meisten Einzelhändler rund um den Sperlingsberg. „Die Parkplätze sind wichtig, man müsste sie nur besser auszeichnen, dann herrscht vielleicht mehr Ordnung“, ist Ines Woidtke, Inhaberin der Parfümerie am Sperlingsberg, von der Bedeutung der Parkmöglichkeiten überzeugt. Auch sie hat die Liste ausliegen und bereits die ersten Unterstützer gewonnen. Nebenan im Reisebüro sei die Liste noch nicht angekommen, verrät Benita Hentschke. Das ändert jedoch nichts an ihrer Einstellung zu dem Vorhaben, Autos komplett vom Sperlingsberg zu verbannen. Das gehe gar nicht. Trotz der Einstellung pro Parkplatz, sind sich jedoch alle einig, dass sie wildes Parken und das resultierende Chaos nicht gutheißen.

Draußen vor den Geschäften geht derweil das wilde Parken weiter. Die Verbraucher scheint es nicht zu stören. „Wenn man was zu erledigen hat, ist das schon praktisch“, erzählt die Stendalerin Ellen Timm, bevor sie in ihr vorbildlich geparktes Auto steigt und davonfährt. Wenn es die Parkmöglichkeiten am Sperlingsberg nicht mehr gäbe, sie hätte, wie viele andere auch, spontan keine Ahnung gehabt, wo sie parken soll.

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