Neuer Bahnhalt: Stadt steckt halbe Million Euro ins Umfeld

Parkplätze bergen Zugkraft

Die Bahn schafft nahe der Brücke Osterburger Straße den Hochschul-Stopp. Für das Drumherum, Parkplatz und weitere Angebote, will die Hansestadt sorgen. Foto: hertzfeld
+
Die Bahn schafft nahe der Brücke Osterburger Straße den Hochschul-Stopp. Für das Drumherum, Parkplatz und weitere Angebote, will die Hansestadt sorgen. Foto: hertzfeld

Stendal – Die Hansestadt wird den neuen Bahnhaltepunkt „Stendal Hochschule“ zu einer Parken-und-Reisen-Anlage ausgestalten. Besser bekannt ist dafür der englische Begriff Park and Ride, Parken und Fahren.

Es geht um das Umfeld, nicht zuletzt um Pkw-Parkplätze, die Zufahrten, Gehwege sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Dafür will die Stadt kräftig in die Kasse greifen, die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf circa 490 000 Euro. Die Station selbst, ein Millionen-Projekt von Deutscher Bahn und Land Sachsen-Anhalt, wird, wie vergangene Woche berichtet, voraussichtlich ab Sommer nächsten Jahres errichtet. Liege der Stadt ein verlässliches Enddatum vor, bereite sie ihren Part weiter und detaillierter vor, lässt Rathaussprecher Armin Fischbach auf AZ-Nachfrage wissen.

In Summe seien momentan 38 Pkw-Stellflächen und circa 50 Plätze für Fahrräder vorgesehen. Es soll ein Parkplatz Nord, erreichbar von der Osterburger Straße, und einen Parkplatz Süd mit der Zufahrt von der Mannstraße geben. Die Bahnstation entsteht nahe der Eisenbahnbrücke, nur einen Steinwurf vom Campus der Kreisstadt entfernt. Inwieweit Elektroladestellen installiert und weitere Angebote zur E-Mobilität möglich sind, lässt die Stadtverwaltung derzeit prüfen. Der Bereich könnte sich zu einer dynamischen Schnittstelle aus öffentlichem Nahverkehr und neu aufgestelltem Individualverkehr entwickeln. Auch wenn der Stadtsprecher in dem Moment nicht weiter darauf eingeht: Nicht zu vergessen sind auch die Buslinien, Haltestellen befinden sich in der Nähe.

„Die neuen Stellplätze für Pkw und Fahrräder, in Verbindung mit der Funktion als Schnittstelle des Park  &  Ride/Bike  &  Ride-Systems, sollen natürlich insbesondere Pendler und Anwohner ansprechen. Menschen, die im nördlichen Teil Stendals oder einem nahe gelegenen Ortsteil wohnen, mit dem Pkw oder dem Fahrrad zum Bahnhof kommen und dann per Bahn weiter zu ihrem Arbeitsplatz fahren.“ Für die Studenten und die Hochschule stelle wohl die Bahnstation selbst den wichtigeren Pluspunkt dar. „Doch hoffen wir, mit den zwei Parkplätzen auch auswärtige Studierende anzusprechen“, führt Fischbach gegenüber der AZ weiter aus. Und natürlich: Womöglich wechsele auch der eine oder andere Tourist mehr auf die Schiene. Insgesamt könnte die Innenstadt vom Straßenverkehr entlastet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare