Rollendes Nass verschenkt

Pareyer Wehr bringt „Wassertrine“ zum Jubiläum nach Stendal mit

Eine Ausfahrt am Uenglinger Tor vorbei hat den Tag der Feuerwehren anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Stendaler Feuerwehrverbands eindrucksvoll begleitet.
+
Eine Ausfahrt am Uenglinger Tor vorbei hat den Tag der Feuerwehren anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Stendaler Feuerwehrverbands eindrucksvoll begleitet.

Stendal – Im Rahmen des Sonderpostamts und der Briefmarken-Extraausstellung gab es im Landesfeuerwehr-Museum am Sonnabend auf dem Domizil an der Arneburger Straße einen Tag der Feuerwehren. Das Motto lautete „Ohne Feuerwehr wird’s brenzlig“.

Verschiedenste Aktionen wurden geboten.

Im Mittelpunkt stand aber der Besuch der Briefmarken-Sonderausstellung „Philatelie – Feuerwehr und Brandschutz“, die von Arbeit und Technik der Feuerwehren in Ost und West sowie sogar aus Westberlin berichtet. Auch das Thema Umweltschutz wird darin unter der Prämisse „Verhütet Waldbrände“ behandelt.

Die Feuerwehr Parey aus dem Nachbarkreis Jerichower Land übergab Museumsdirektor Michael Schneider eine handgezogene Wassertrine aus dem Jahre 1875. In seiner Funktion als Feuerwehrlöschdirektor Carl Brameyer ließ Schneider die Pareyer Feuerwehrabordnung das rollende Wasserfass bei brütenden Temperaturen ziehen – und zwar zackig kommandiert, wie üblich.

Eine Schlauchlänge aus dem Jahr 1960 hat Stendals neuer Kreischef Patrick Puhlmann (SPD, oben l.) an Museumsleiter Michael Schneider überreicht. Eine Delegation aus Parey brachte eine Wassertrine von 1875 mit.

Dr. Ringhard Friedrich überreichte in seiner Funktion als Kreisbrandmeister zum 130-jährigen Bestehen des Stendaler Kreisfeuerwehrverbands für die Feuerwehren der Ostaltmark sowie an Landrat Patrick Puhlmann (SPD) und Museumsleiter Schneider einen vierseitigen Schmuckbrief, der ein Sonderdruck ist. Dieser ist mit einem Sonderstempel, einem Ersttagsstempel und mit Sonderbriefmarken versehen.

Zahlreiche Besucher ließen sich von der glühenden Hitze nicht abbringen und nutzten die Gelegenheit, historische Fahrzeuge und die Sonderausstellungen zu besuchen. Stendals neuer Kreisverwaltungschef kam auch nicht mit leeren Händen. Eine Schlauchlänge aus dem Jahre 1960 übergab er an den Fundus der Stendaler Landeseinrichtung. Außerdem spendierte Puhlmann ein Fass „rote Brause“ als Durstlöscher für alle Gäste.

Mit einer zünftigen Ausfahrt der historischen Feuwehrvehikel durch die Kreisstadt endete das heiße Fest.

Das Museum am früheren Ostbahnhof ist nicht für Feuerwehrfans besuchenwert. Es gibt dort neben rund 50 Fahrzeugen von 1938 bis 1987 auch Pferdezugspritzen, Feuermeldetechnik, historische Pumpen, Uniformen sowie unzählige Fotos und geschichtsträchtige Dokumente zu bestaunen. Das Museum entstand zu DDR-Zeiten. Seit Mai 1993 firmiert es als Landeseinrichtung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare