Jugendliche für Berufsorientierung schwer zu erreichen / Neue Projekte

Pandemie steckt in den Köpfen

Jennifer Beder und Gino Krebs vom Verein „Kinderstärken“ stellen bei dem Treffen des Regionalen Arbeitskreises ihre bisherige Arbeit und weitere Pläne für die Zukunft vor.
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Jennifer Beder und Gino Krebs vom Verein „Kinderstärken“ stellen bei dem Treffen des Regionalen Arbeitskreises ihre bisherige Arbeit und weitere Pläne für die Zukunft vor.

Stendal – Der Regionale Aktionskreis (RAK) trägt gemeinsam mit den zuständigen Verwaltungsbehörden Sorge dafür, dass aus Europafonds (EFRE und ESF) geförderte Projekte im Landkreis in Umsetzung kommen könnende beziehungsweise kommende Projekte fach- und sachgerecht eingeworben und erfolgreich durchgeführt werden.

Bei einem Treffen mehrerer Akteure am Dienstagnachmittag zog sich das Thema Corona, wie bei vielen Angelegenheiten, wie ein roter Faden durch die Berichte über die vergangenen Monate. So auch beim Regionalen Übergangsmanagement (Rümsa). .

Das Rümsa ist in zwei Säulen aufgeteilt. Zum Einen die Einrichtung einer mobilen Jugendberufeagentur und zum Anderen der Schaffung von Pilotprojekten, wie Jennifer Beder von Kinderstärken berichtet. Diese Pilotprojekte fallen in die zweite Säule und damit ihren Zuständigkeitsbereich. Während der Corona-Krise sei es nicht leicht gewesen, die Jugendlichen zu erreichen. Sie seien einfach mit der Pandemie zu beschäftigt gewesen. Da sei die Berufsfindung für die Zehn- bis 14-Jährigen, die sie erreichen wollen, nicht das Thema gewesen. Untätigkeit könne sich das Rümsa jedoch nicht vorwerfen lassen. „Wir haben mittlerweile 91 Teilnehmer“, berichtet Beder. Bei dem vorherigen Treffen des RAK habe das Projekt, das erst seit Anfang des Jahres existiert, zunächst 24 vorweisen können. „Es geht wieder stärker voran“, erläutert die Projektleiterin im Verein „Kinderstärken“ weiter. Besonders seit sie wieder in Schulen und Jugendclubs werben dürfen. Während der heißen Phase in März und April gab es auch rund 18 Digitalangebote. Mit diesen wurden mehr als 150 Personen erreicht und über das Projekt informiert. Viele Schulen und Jugendclubs seien offen für weitere Angebote. Einige hätten jedoch erklärt, dass ihnen dazu derzeit die Kapazitäten fehlen. Gleichzeitig hätten sie signalisiert, dass nach den Sommerferien erneut Gespräche geführt werden könnten.

„Bei jedem Spiel lernt man etwas“, erklärt Beder. Deshalb würden die Jugendlichen auf spielerische Art an die Berufswahl herangeführt. Besonders im Fokus stünde dabei auch die Selbstwahrnehmung. Eigenbild, Fremdbild, das Erkennen eigener Stärken und Schwächen sowie die Erkenntnis, selbst entscheiden zu können, welchen Beruf man wählen möchte. „Kinder sind es eher gewohnt zu hören, was sie machen sollen“, sagt Beder. Mit den Programmen soll ihnen jedoch frühzeitig, die meisten Berufsfindungsprogramme beginnen erst mit 15 oder 16 Jahren, klar werden, dass sie selbst aktiv werden können, müssen und sollen.

Für die Ferienzeit sind weitere Aktionen geplant, wie Beder berichtet. So sollen unter anderem Ausflüge unternommen und Menschen aus verschiedenen Berufen eingeladen werden, ihre Arbeit in Jugendclubs vorzustellen. Da bei diesen Maßnahmen jedoch noch vieles im Fluss ist, könnten noch keine genauen Daten und Termine genannt werden. (VON STEFAN HARTMANN)

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