Sechste Auflage der Stendaler Lichttage in Vorbereitung

Den Oldtimern „zuhören“

Oldtimer können Geschichten erzählen, man muss ihnen nur „zuhören“. Wie das geht und was die rollenden Zeitzeugen zu sagen haben, erfahren die Besucher auf den sechsten Stendaler Lichttagen Mitte Oktober.
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Oldtimer können Geschichten erzählen, man muss ihnen nur „zuhören“. Wie das geht und was die rollenden Zeitzeugen zu sagen haben, erfahren die Besucher auf den sechsten Stendaler Lichttagen Mitte Oktober.

Stendal – Illuminiert und in Form von Gedichten erzählen Oldtimer in der Nordwall Classic Garage an Stendals Nordwall ihre Geschichte. So erfahren interessierte Besucher auf der sechsten Auflage der Stendaler Lichttage vom 15 bis 17.

Oktober musikalisch begleitende und in Szene gesetzte Oldtimergeschichten. Gleich ein ganzes Team haucht sinnbildlich mit Text, Musik und Licht den betagten Gefährten Gedanken und Gefühle ein.

Die Autorin Claudia Gabler schreibt die Texte, die von Theaterkünstlern gelesen und mit Live-Musik von Matthias Raue das sinnbildlich blumige Etwas erhalten. Die Stendaler Licht- und Tontechniker Christian Kaiser und Sven Peuthert gehören mit zum Team. Peter J. Schwalm, Sound-Tüftler am Computer, vervollständigt das Team.

Herbert Cybulska, künstlerischer Leiter der Lichttage, stellte am Dienstag das diesjährige Projekt vor: „Seit Monaten beschäftigen wir uns mit den Lokalitäten, erste Rundgänge gab es im November. Die ersten Proben fanden bereits in der Classic-Garage statt“, so der Künstler aus Frankfurt am Main.

Rainer Erdmann, Vorstandsvorsitzender der Kaschade-Stiftung, betonte, dass in der Corona-Zeit sie niemand daran hindern könne, die Lichttage zu planen, natürlich immer in der Hoffnung auf die Durchführung des Events.

Herbert Cybulska ist der künstlerische Leiter.

Ein Rundgang durchs Alte Dorf der Stendaler Hansestadt sei in diesem Jahr Schwerpunkt der immer wieder faszinierenden Lichtertage. Beginnend mit der ältesten Kirche in der Rolandstadt, der St. Jacobi, geht’s am Küchenhaus Altstadt vorbei. Dort locken drei Schaufenster mit Videos. Neben der Oldtimer-Garage lädt das Jugendfreizeitzentrum „Mitte“ zum Mitmachen und Verweilen ein. Die im Backsteingotik-Stil erbaute evangelische Stadtkirche inspirierte die Zeichnerin und Projektionskünstlerin Kathrin Bethke. Sie wird mit Lichtprojektionen die Jacobikirche in Szene setzten. John Eckhardt, Bassist und Klangkünstler wird sie dabei unterstützen.

Nica Junker, Stipendiatin der Hansestadt Stendal im vergangenen Jahr, präsentiert ihren Stil der mehrfach belichteten Fotos erstmals zusammengefasst in einem Video, gezeigt in drei Schaufenstern des Küchenhauses Altstadt an der Breiten Straße. Zusammen mit dem JFZ „Mitte“ wird sie das Foto-Mitmach-Projekt mit dem Titel „12 x 6 x 72“ betreuen. Unter dem Motto „was ich euch zeigen will“ können Kinder und Jugendliche Fotos machen, die Aufnahmen werden dann ebenfalls zu einem Video verarbeitet. Mindestens 72 Teilnehmer werden benötigt um 12 Minuten Filmmaterial zusammen zu bekommen. Das Ergebnis wird im Innenhof des Jugendclubs zu sehen sein.

Dort können bei Live-Musik verschiedener Musiker zusätzlich Gespräche mit den Künstlern gesucht werden. Das kostenfreie Kulturangebot im öffentlichen Raum wurde von der H. u. H. Kaschade-Stiftung ins Leben gerufen. Der Veranstalter ist die Hansestadt Stendal. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr der Hansestadt Stendal sorgt für das leibliche Wohl. (VON UTE KRUG)

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