Faber kritisiert veraltete Technik für Katastrophenschutz

Im Oldtimer zum Löscheinsatz?

Ein modernes Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF-KatS: In Sachsen-Anhalt absolute Mangelware.
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Ein modernes Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF-KatS: In Sachsen-Anhalt absolute Mangelware.

Stendal – Von 29 vorgesehenen Löschgruppenfahrzeugen Katastrophenschutz (LF-KatS) sind in Sachsen-Anhalt aktuell nur 19 vorhanden. „Die Differenz ist eine Sache, aber beunruhigend ist, dass lediglich zwei davon aus diesem Jahrtausend sind.

Die restlichen 17 hatten ihre Erstzulassung im Jahre 1993: Bald erhalten diese Fahrzeuge ein H-Kennzeichen. “, kritisiert der FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber.

„Der Austausch der alten Fahrzeuge muss deutlich schneller gehen“, fordert der amtierende FDP-Landesvorsitzende aus Stendal. Der Altmärker sieht das Bundesinnenministerium in der Pflicht, dessen Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Beschaffung der Fahrzeuge organisiert: „Wenn selbst das Ministerium davon ausgeht, dass bei optimaler Umsetzung erst 2024 das Ausstattungssoll von 29 Fahrzeugen erreicht wird, müssen einige Feuerwehren in Sachsen-Anhalt bald mit echten Oldtimern zu Einsätzen ausrücken.“

Kevin Flügge, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und FDP-Stadtrat in Möckern, verweist auf die Sicherheit: „Die alten Fahrzeuge müssen dringend ersetzt werden, sie entsprechen nicht mehr den Anforderungen an Zuverlässigkeit und Arbeitssicherheit für die Feuerwehrleute.

Hintergrund: Aus einer Anfrage von Faber an das BMI ging hervor, dass zwar der Ausstattungsgrad Sachsen-Anhalts mit den Löschfahrzeugen LF-KatS mit 65,52 Prozent dem Bundesschnitt von 65 Prozent entspricht, 17 der 19 Fahrzeuge mit Erstzulassung 1993 aber sehr alt sind. Da für den Bund eine gleichmäßige prozentuale Verteilung im Vordergrund steht, ist noch nicht klar, wann die alten Fahrzeuge ersetzt werden. Auch bei günstigem Verlauf soll das Ausstattungssoll erst 2024 erreicht werden.

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