Oldtimer können so sexy sein

Unter anderem der Opel 1397 aus dem Jahr 1934 von Michael Trösken wirkte in dem ZDF-Film über Beate Uhse mit.

Stendal/Perleberg - Von Thomas Pusch. Wenn im kommenden Jahr der Film „Beate Uhse – Ich will Freiheit für die Liebe“ ausgestrahlt wird, dann sind auch Altmärker dabei. Zwar keine Schauspieler, aber Nebendarsteller auf Rädern.

In einem Film widmet sich das ZDF dem Leben der Gründerin des ersten Sexshops der Welt, Beate Uhse. Doch ihr Leben war weit mehr als Heftchen und Filmchen. Sie war eine sehr versierte Pilotin, erreichte den Rang eines Hauptmanns und agierte als Deutschlands erste und einzige Stuntpilotin. Gerade sind die Dreharbeiten für „Beate Uhse – Ich will Freiheit für die Liebe“ abgeschlossen. Er beginnt mit ihrer Flucht mit einem Flugzeug aus dem schon von russischen Kampfverbänden eingeschlossenen Berlin und endet 1972, als sich ihre Läden schon lange in Deutschland etabliert hatten.

Wenn der Streifen im kommenden Jahr über die Mattscheibe flimmert, werden auch Altmärker eine Rolle spielen. Zwar keine Schauspieler an der Seite von Franka Potente, aber Komparsen auf zwei, drei und vier Rädern. Der Verein „Freunde historischer Fahrzeug- und Werkstatt-Technik Tangerhütte“ belebte nämlich mit Oldtimern die Filmszenen. Thomas Kühnel war mit seinem Framo-Dreirad dabei, Ralf Pollock mit seinem Triumph Junior und Michael Trösken mit seinem Opel 1397. Gedreht wurde in Wittenberge und Perleberg. „Ich stand ganz nah neben Franka Potente“, erzählte Trösken gestern im AZ-Gespräch. Zeit für eine Plauderei mit der Schauspielerin habe es nicht gegeben, dazu sei sie zu eingespannt gewesen. Interessantes habe er dennoch beobachten können. In einer Szene klaut Potente / Uhse aus einer Telefonzelle ein Telefonbuch, um an Adressen für ihren Versandhandel zu gelangen, springt dann auf ein vorbeifahrendes Motorrad. „Das wurde von einer Stuntfrau übernommen, die sich auch zweimal auf die Nase gelegt hat“, so Trösken. In einer anderen Szene war Uhse mit einem Bollerwagen unterwegs, verteilte Infozettel für ihren Handel. „Die wurden von einem Mann als Schweinkram tituliert“, erzählte Trösken weiter.

„Nun muss man abwarten, wie es im Film aussieht“, meinte Trösken. Der Streifen soll im zweiten Halbjahr ausgestrahlt werden.

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