Tag der offenen Tür in Stendaler Gymnasien / Experimente zum Anfassen beeindrucken Besucher

Feuer und Flamme für die Schule

+
Auch am Hildebrand-Gymnasium erfreuten sich die Naturwissenschaften großer Beliebtheit bei den Besuchern.

Stendal. „Ich will am Montag noch zur Schule gehen können“, bat Petra Wolter, Chemielehrerin am Winckelmann-Gymnasium, die Schüler aus der zwölften Klasse um Vorsicht bei den vorgeführten Experimenten.

Auch den Schülern war so kurz vor dem Abitur wohl auch nicht mehr daran gelegen, die Schule wechseln zu müssen und so ging alles gut.

Neben dem Winckelmann-Gymnasium, hatten auch das Rudolf-Hildebrand-Gymnasium und das Privatgymnasium an seinen Stendaler Standorten zum Tag der offenen Tür eingeladen. Kinder und Eltern konnten sich über die vielfältigen Angebote der drei Gymnasien informieren.

Das Programm richtete sich auch speziell an derzeitige Viertklässler. Denn die wechseln ab Sommer dieses Jahres in die fünfte Klasse und müssen daher mit ihren Eltern die schwierige Wahl treffen, welches der drei Gymnasien in der Hansestadt das richtige für ihren weiteren Bildungsweg ist.

Im Hildebrand-Gymnasium am Mönchskirchhof begrüßten Schüler der 5c von Klassenlehrerin Gesine Zais die Gäste und boten sich als Lotsen durch die Räume und das bunte Programm an der Schule an. Die Schüler hatten für diesen Anlass auch kleine Zettel geschrieben, was ihnen in ihrem ersten Jahr an der Schule gefallen hat oder nicht. Diese präsentierten sie ebenfalls im Eingangsbereich. Auch in den anderen Schulen wurden Besucher entsprechend begrüßt und konnten sich den Weg zum Fach ihrer Wahl erklären lassen.

Jedes Fach präsentierte sich von seiner besten Seite. Und so klangen aus dem einen Raum französische Chansons, während im nächsten Raum die englische Sprache nähergebracht wurde. Das Fach Deutsch präsentierte sich zum Beispiel mit einem Märchen-Quiz und andernorts konnten die künftigen Schüler in einem interaktiven Spiel der Chef einer Werbeagentur sein und Entscheidungen treffen. Hintergrund dieses Spiels war der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Ethik.

Alle Lehrer hatten sich jeweils große Mühe gegeben, ihr Fach ansprechend darzustellen. Gegen die Fächer Physik und speziell Chemie verblassten die übrigen Fächer aber leicht. In den jeweiligen Fachräumen wurde von Schülern unter Aufsicht erhitzt, geschüttelt und angezündet, was das Chemielabor so hergibt. Die Schüler luden auch Besucher immer wieder ein, Dinge selbst auszuprobieren oder erklärten, was sie gerade vorgeführt hatten.

So beeindruckte beispielsweise Hobby-Geologe Winton Stein mit seiner Sammlung von Bohrkernen aus bis zu 3000 Metern Tiefe. Er sei schon gut in Geologie und den Naturwissenschaften, aber die Bohrkerne seien sein Hobby, das er noch neben der Schule betreibt.

Die Tatsache, dass alle drei Schulen zeitgleich ihren Türen geöffnet hatten, gefiel vielen Besuchern, denn die Wege in Stendal zwischen Hildebrand-, Winckelmann- und Privatgymnasium sind kurz und so konnten sie alle drei Angebote trotz des winterlichen Wetters bequem an einem Vormittag begutachten. Die Entscheidung liegt jetzt bei den Eltern und den Kindern, welche Schule am besten gefallen hat.

Mancher Lehrer äußerte diesbezüglich jedoch den Wunsch, dass es doch auch verschiedene Tage hätten sein können. Dann könnte man auch beim Englisch- oder Geschichtskollegen von nebenan stöbern und sich austauschen.

Von Christoph Boßmeyer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare