Tangerhütter Ortschaftsrat stimmt Rahmenkonzeption für Briester Gutshof zu

Obstgarten, Fahrradweg und ein Café mit Terrasse

Der Tangerhütter Ortschaftsrat kam im Briester Schloss zusammen, um über Möglichkeiten zur strukturellen Umgestaltung der Kulturlandschaft abzustimmen. Landschaftsarchitekt Stefan Pulkenat stellte dazu seine Konzeption vor. Foto: Andrys

Briest. „Wir müssen uns schon etwas einfallen lassen“, beschwor der Landschafts- und Gartenarchitekt Stefan Pulkenat die Mitglieder des Ortschaftsrates Tangerhütte. „Der Haupttouristenmagnet ist der Elberadweg.

Da müssen wir schon gekonnt die Aufmerksamkeit der Besucher auf uns ziehen, um sie nach Briest zu leiten. Das ist durchaus machbar, bedarf aber einiger wichtiger Entscheidungen und natürlich ihrer Zustimmung“, so Pulkenat, der mit der Organisation, Konzeptionierung und Durchführung der Planungen beauftragt ist. Am Mittwochabend stellte er seinen Entwurf für die Umgestaltung des Briester Gutshofes vor. Eine moderne Beetanlage im Nahbereich des Gutshauses könne er sich gut vorstellen. Hohe Staudengewächse seien immer wieder ein Blickfang und würden das ländliche Flair des Hofes unterstreichen. Auch den ehemaligen Küchengarten zog der Landschaftsarchitekt mit in Betracht, hier könne er sich dauerhaft einen Obstgarten gut vorstellen.

Gutsherrin Maren von Bismarck äußerte Ideen für Umgestaltungsmöglichkeiten ihrer Gebäude. „Ich habe mit meiner Familie überlegt, aus dem alten Brauhaus gegenüber der Kapelle ein Café zu machen, vielleicht eine Art Biergarten mit Blick auf den See, oder, wie mein Sohn vorschlug, eine Terrasse direkt ein Stück über den See anzulegen, sodass man bei schönem Wetter sozusagen auf dem Wasser gemütlich Kaffee trinken kann.“ Dennoch nützen gute Ideen nichts, wenn man nicht auch eine entsprechende Wegeführung hin zum Gutshof und weiter zu attraktiven Sehenswürdigkeiten der Umgebung mit einbezöge, so der Einwand von Ulrich Drösemeyer.

Auch das habe er natürlich mit einbezogen, so Stefan Pulkenat. Angedacht sei, eine Wegeführung für Radtouristen von Weißewarte nach Briest zum alten Brauhaus und dann weiter durch den Wald in Richtung Tangerhütter Stadtpark anzulegen. Von hier könnte ein Radweg dann weiterführen nach Grieben und Brunkau und dort an den Elberadweg anschließen. Nachdem alle Aspekte der aufwendigen Konzeption von allen Ratsmitgliedern abgewägt worden, stimmten sie geschlossen für den Entwurf und gaben damit den Weg frei, die planerischen Arbeiten zu vollenden und das Konzept zur Antragstellung bei den zuständigen Ministerien einzureichen. „Der kleine Ort besticht vor allem durch seine Einfachheit und Natürlichkeit. Es gibt hier nichts Pompöses, der ländliche Stil wurde in der gesamten Ortschaft auch bei Sanierungen immer beibehalten und gepflegt. Das macht Briest zu einem ganz besonders schönen Fleck auf der Landkarte“, so Pulkenat.

Dennoch könne man sich dauerhaft nicht auf gegebenen Schönheiten ausruhen. Man müsse jetzt schnell gemeinsam überlegen, was machbar sei, um die Fristen für die Antragstellung auf mögliche Fördergelder nicht verstreichen zu lassen.

Von Tanja Andrys

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