Oberleitung sorgt für Bahn-Chaos

Stendal - Von Thomas Pusch. Zu massiven Störungen im Bahnverkehr kam es gestern früh durch einen Oberleitungsschaden im Magdeburger Hauptbahnhof. Davon betroffen war auch die Verbindung von und nach Stendal.

Um 5.30 Uhr morgens brach gestern früh auf dem Magdeburger Hauptbahnhof das Chaos los. Wegen eines Oberleitungsschadens geriet der Zugverkehr völlig aus den Fugen. „Erst gegen 8 Uhr konnten wir überhaupt wieder Züge einsetzen“, sagte Bahn-Pressesprecher Jörg Bönisch auf Anfrage der AZ. Die genaue Ursache des Schadens stand auch am späten Nachmittag noch nicht fest.

Durch den Schaden kam es zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen. Betroffen waren auch die Verbindungen von Magdeburg über Stendal und Osterburg nach Wittenberge sowie die Strecke Magdeburg-Stendal-Uelzen und dadurch auch zahlreiche Berufspendler aus der Hansestadt. „Zwischen Magdeburg-Neustadt und Hauptbahnhof konnte nur ein Gleis genutzt werden“, so Bönisch. Dadurch sei ein enger Flaschenhals entstanden, durch den eben nicht alle Züge fahren konnten.

„Das heißt, wir haben die Verbindungen ausgedünnt, um den Verkehr am Fließen zu halten“, so der Pressesprecher. Etwa die Hälfte der Verbindungen wurde gestrichen, einen genauen Überblick hatte er nicht. In Richtung Haldensleben und Oebisfelde rollten keine Züge, es war Schienenersatzverkehr unterwegs. Der Regionalbahnverkehr nach Burg wurde eingestellt, die Bahnhöfe wurden von der Regionalbahn nach Berlin bedient. Betroffen waren auch Verbindungen des Fernverkehrs, beispielsweise nach Berlin.

„Bis der Verkehr wieder normal rollt, wird es noch bis zum Abend dauern“, so Bönisch. Bereits am vergangenen Wochenende hatte es wegen der winterlichen Bedingungen Behinderungen im Zugverkehr gegeben. Verspätungen und Ausfälle waren die Folge. Die Deutsche Bahn hat eine kostenlose Servicenummer eingerichtet. Unter & (08000) 99 66 33 erhalten Reisende rund um die Uhr aktuelle Informationen.

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