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Oberbürgermeisterwahl in Stendal: Weise und Sieler müssen stechen

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Von: Stefan Hartmann

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Ein Mann kippt eine Wahlurne auf einen Tisch aus.
Wahlvorstand Stephan Pönack leert die Urne im Wahllokal Volkshochschule aus. Sonderlich viel zu tun haben er und die Wahlhelfer nicht. Nach rund 50 Minuten sind die 349 Stimmzettel ausgezählt. © Hartmann, Stefan

Der erste Wahlgang ist vorbei. Einen Oberbürgermeister hat Stendal damit aber noch nicht. Kein Kandidat erreichte die notwendige Mehrheit. Thomas Weise (CDU) und Bastian Sieler (parteilos, unterstützt von der SPD) gehen am 24. März in die Stichwahl.

Stendal – Für die zahlreichen Wahlhelfer bei der Oberbürgermeisterwahl für die Hansestadt Stendal war die mit 37,84 Prozent recht geringe Wahlbeteiligung ein kleiner Segen. Sie konnten früh das Ergebnis verkünden und in den wohlverdienten Feierabend gehen. Aber am 24. April müssen sie erneut auf der Matte stehen. Die Kandidaten Thomas Weise (CDU) und Bastian Sieler (parteilos, unterstützt von der SPD) haben mit 38,56 und 29,78 Prozent die meisten Stimmen, aber nicht die absolute Mehrheit erreicht. Es kommt zur Stichwahl.

Dass sie nicht mit einem Erdrutschsieg direkt in das Rathaus einziehen können, haben beide Kandidaten geahnt, wie sie auf AZ-Nachfrage jeweils erklären. „Ich freue mich riesig“, sagt Weise im Rathausfestsaal mit Blick auf die Ergebnistafel. Er hat am Wahlsonntag die meisten Stendaler von sich überzeugen können und tritt damit in der Stichwahl an. „Morgen geht die Arbeit weiter“, stellt er fest. In der Woche will er mit Stadt- und Kreisverband sowie seinem Wahlkampfteam zusammenkommen, um die weitere Strategie für den Wahlkampf zu besprechen.

Nur unweit vom Rathaus in einem der Restaurants am Marktplatz hat es sich Sieler mit seinen Unterstützern gemütlich gemacht. „Als absoluter Neuling und unbekannter Kandidat ist das ein super Ergebnis“, bewertet er sein Abschneiden bei der Wahl. Fast jeder dritte Wähler hat ihm seine Stimme gegeben. Damit fehlen ihm rund 1000 Stimmen im Vergleich zu Weise. Trotzdem glaubt er, dass der Unterschied aufzuholen ist. Schließlich haben rund 20 000 Stendaler nicht gewählt. Deshalb wolle er bei der Stichwahl alles geben, um diese zu erreichen.

Wenn sich fast 70 Prozent der Wähler für zwei Kandidaten entscheiden, ist der Abschied zu den folgenden entsprechend groß. Den dritten Platz bei der Oberbürgermeisterwahl erreichte der AfD-Kandidat Arno Bausemer. Für ihn entschieden sich 11,75 Prozent der Wähler – was 1392 Personen entspricht. Es folgen Rico Goroncy (parteilos, unterstützt von der Linken) mit 9,52 Prozent (1128 Wählern) und Kerstin Westphal mit 8,49 Prozent und damit 1006 Wählern. Gänzlich abgeschlagen liegt Alkje Fontes (die Basis) auf dem letzten Platz in der Hansestadt. Für sie entschieden sich 224 Wähler.

Die Wahlbeteiligung war mit insgesamt 37,84 Prozent recht niedrig. Wobei die ländlichen Wahllokale eine Wahlbeteiligung von 35,36 Prozent aufweisen. In den Innerstädtischen gingen nur 25,31 Prozent zur Wahl. Insgesamt haben damit 11 902 von 31 457 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 57 Stimmen waren ungültig.

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