Zum 11. Mal stellen sich Bäcker aus der Altmark der Stollenprüfung des Landesinnungsverbandes

Nussstollen liegen voll im Trend

Der Nussstollen aus Jerichow überzeugt bereits in der Optik.
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Der Nussstollen aus Jerichow überzeugt bereits in der Optik.
  • VonCharlotta Spöring
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Stendal. Mehl mit Eiern, Rosinen und Backpulver vermengen und anschließend einen Stollen formen: Ganz so einfach ist die Zubereitung eines Christstollens nicht. Da bedarf es viel Fingerspitzengefühl.

Von der vielfältigen Zubereitungsweise des altbekannten Weihnachtsgebäckes konnten sich die Rolandstädter am Mittwoch bei der jährlichen Stollenprüfung im Modehaus Ramelow überzeugen.

Die diesjährigen Bewerber warteten gespannt auf das Urteil von Michael Isensee, dem Prüfer des Deutschen Brotins-titutes, der die frischen Gebäcke genau unter die Lupe und dann in den Mund nahm. Dabei bewertete er nach folgenden Kriterien: Form und Aussehen, Oberfläche und Krusteneigenschaft, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Aroma.

Bäckermeister Olaf Buchholz (v.l.), Michael Isensee (Prüfer des Deutschen Brotinstitutes) und Bäckermeister Ulrich Rode gaben sich am Mittwoch voll und ganz ihrer Leidenschaft für das Weihnachtsgebäck hin.

Viele Stendaler begaben sich gespannt ins Modehaus, um dem Prüfer über die Schulter zu schauen. Dabei gab es allerhand zu probieren. Vor allem der Deichbutter- und der Cranberrystollen stießen auf großes Lob. Insgesamt wurden 22 Beiträge von neun Bäckereien aus Sachsen-Anhalt eingereicht. Olaf Buchholz aus Beuster ging in diesem Jahr gleich mit drei Varianten des Weihnachtsgebäckes an den Start. „Stollen backe ich am liebsten“, erzählte der Bäckermeister, der sich der Prüfung schon mehrfach gestellt hat.

Bei der Zubereitung eines Stollens kann man viel falsch machen. Was das ist, erklärte Michael Isensee: „Er darf nicht zu trocken oder zu bitter sein. Wichtig ist, dass die Anteile der Zutaten stimmen.“ In diesem Jahr sei ein Trend zum Nussstollen erkennbar.

20 Stollen bewertete der Profi schlussendlich mit Bestnote, zwei weitere mit „gut“. „Ein wirklich gutes Ergebnis“, freute sich Isensee. Beim Verkauf der Gebäcke kamen insgesamt 300 Euro zusammen, die nun der Stendaler Tafel zugute kommen.

Von Charlotta Spöring

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Rezept Tipp:

Quark-Marzipan-Stollen

(Arbeitszeit: ca. 30 Minuten, Backzeit: ca. 70 Minuten)

Zutaten:Menge: 
Mehl500 g
Zucker200 g
Butter200 g
Eier2
Quark250 g
Backpulver1/2 Päckchen
gemahlene Haselnüsse80 g
gemahlene Mandeln80 g
Sultaninen200 g
Zitronat60 g
Orangeat60 g
Lebkuchengewürz1 Teelöffel (gestrichen)
Marzipan200 g
Puderzucker(nach Belieben)
flüssige Butter(nach Belieben)


Zubereitung: 

Mehl, Zucker, Backpulver, Eier, Butter, Nüsse, Mandeln, Zitronat, Orangeat, Sultaninen, Lebkuchengewürz und Quark zu einem Teig kneten. Den Teig ausrollen, das Marzipan rollen und in die Teigmitte geben. Anschließend zu einem Stollen formen. Den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 175 Grad etwa 70 Minuten backen, dann sofort mit flüssiger Butter bestreichen und dick mit Puderzucker bestäuben.

Das Rezept ergibt zwei Stollen.

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